Revolutioniert der 3D-Drucker nun doch endlich die Medizin und kann Patienten helfen? In Australien wurde ein Halswirbel komplett mit dem 3D-Drucker hergestellt und dann erfolgreich einem Patienten implantiert.

In Australien litt ein 60-Jähriger an Knochenkrebs. Auch Teile der Wirbelsäule waren von Krebs befallen und mussten ersetzt werden. Der Patient hätte sonst querschnittsgelähmt werden können. Ein australisches Unternehmen druckte ihm per 3D-Drucker einen Halswirbel aus Titan aus. Ein voller Erfolg.

Implantate aus dem 3D-Drucker

Die Firma hat sich auf Implantate aus 3D-Druckern spezialisiert. Ohne 3D-Drucker können Ärzte auch einen anderen Knochen des Patienten nutzen, um einen Wirbel zu ersetzen. Aber man muss einen passenden Knochen finden, und dieser muss genau anpasst werden. Nutzt man den 3D-Drucker, kann man den Wirbel genau auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten anpassen.

Wirbel ja, Organe noch nicht

Und es gab noch einen Vorteil: Die Firma druckte gleich mehrere Wirbel. Das Ärzteteam konnte die Operation vorher üben. Auch Herzen wurden schon per 3D-Drucker hergestellt. Aber bislang lassen sich noch keine Organe drucken, die auch wirklich implantiert werden können. Doch zumindest um komplizierte Implantationsoperationen zu üben, taugen die Organe aus dem 3D-Drucker.