Im Januar 1977 erschien die erste Ausgabe von EMMA. Sie war binnen weniger Tage vergriffen und musste nachgedruckt werden. EMMA packte Themen an, die vor 40 Jahren noch einem Tabubruch gleichkamen.

Gewalt in der Ehe, Klitorisbeschneidung in Afrika oder Abtreibung - EMMA hat nicht nur wichtige Diskussionen angestoßen, sondern war auch Teil der Emanzipation von Frauen in Deutschland. Begonnen hat die Emanzipation Mitte des 19. Jahrhunderts, als sich erste Frauenvereine gründeten. Ihr Programm bestand anfangs darin, Frauen weiterzubilden, weil ihnen der Zugang zu Universitäten verboten war, und sie auf den Haushalt und die Erziehung der Kinder reduziert waren.

"Abgesehen von Berlin und der Sowjetischen Besatzungszone kannte man das Phänomen, dass Frauen in die Trümmerräumung involviert waren, so gut wie gar nicht."
Leonie Treber hat über den Mythos "Trümmerfrauen nach dem Zweiten Weltkrieg" geforscht

Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich das Frauenbild in Europa. Viele Frauen hatten die Aufgaben von Männern, die im Krieg millionenfach ums Leben gekommen waren, übernommen. Aber die Vorstellung, dass die Trümmerfrauen freiwillig und aufopferungsvoll Deutschland nach 1945 wieder aufgebaut hätten, stimmt so nicht. Trümmerfrauen gab es nur im sowjetisch besetzten Teil Berlins. Dort ließen die Besatzer deutsche Frauen die Trümmer beseitigen, im Westen waren es professionell arbeitende Firmen.

Außerdem hört ihr noch in Eine Stunde History:

  • Jens Jäger über die Frauenbewegung in Europa
  • Leonie Treber hat über den Mythos "Trümmerfrauen nach dem Zweiten Weltkrieg" geforscht.
  • Die Sozialforscherin Sarah Speck über die Gleichstellung der Geschlechter im Jahr 2017
  • DRadio-Wissen-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über die im 19. Jahrhundert beginnende Geschichte der Frauenbewegung