Wirtschaftliches Handeln ist in der Regel auf Wachstum ausgerichtet. Aber es gibt auch Geschäftsmodelle, die Wachstum zwar in Kauf nehmen, aber nicht in erster Linie anstreben. Selbst Banken richten sich bisweilen gegen die Maxime "Wachstum um jeden Preis".

Ein Mann in einer Kneipe hält ein Bier lächelnd in die Kamera
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Soziales Trinken

Zum Gemeinwohl!

Zwei Berliner haben ein Bier kreiert, das nur einem Zweck dient: Erlöse für gemeinnützige Organisationen in der näheren Umgebung einzunehmen. Ein ambitioniertes Unternehmen, das auf jede Menge Unterstützer trifft.

"Zwei Quartiermeister, bitte!" - so oder so ähnlich beginnt soziales Engagement in Berlin, München, Leipzig und Brandenburg. Eine Art soziales Trinken. Denn die Erlöse, die mit dem Verkauf von Quartiermeister-Bier erzielt werden, wandern nicht in die Taschen der Unternehmer, sondern in soziale Projekte in der unmittelbaren Umgebung.

Die Prinzipienreiter

Peter Eckert ist einer der beiden Berliner, die sich im Quartiermeister-Verein engagieren. 28 Jahre ist er jung und ein echter Prinzipienreiter - im positiven Sinne. Oberste Maxime: mit einem qualitativ hochwertigen Produkt die Region unterstützen.

Quartiermeister wird in einer inhabergeführten Privatbrauerei hergestellt. Die Zutaten kommen aus der Region. Und wer Quartiermeister trinkt, darf per Online-Voting mitbestimmen, wohin die Erlöse gehen. 2011 sind die Quartiermeister mit ihrer Idee an den Start gegangen. Im ersten Jahr haben sie komplett ehrenamtlich für ihr Projekt gearbeitet. Klingt nach Hobby, beinhaltet in Wahrheit aber eine normale 40-Stunden-Woche. Im vergangenen Jahr konnten sie 12.000 Euro an soziale Projekte ausschütten.