Zugang zu Bildung und Hochschule ist einer der besten Wege der Integration von Geflüchteten. Aber genau das ist mit großen Problemen verbunden. Die Online-Uni Kiron hat dafür Lösungen gefunden.

Die Kiron University bereitet Geflüchtete in bislang vier Studiengängen für das Hochschulstudium vor. Dazu werden digitalen Komponenten eingesetzt, die auf die Bedürfnisse der Geflüchteten abgestimmt werden, erklärt Hila Azadzoy, sie ist Mitbegründerin der Kiron University.

"Wir gehen davon aus, dass die Studierenden zwischen einem und zwei Jahren an der Kiron University sein werden."
Hila Azadzoy, Mitbegründerin der Kiron University

Zu Beginn stehen Geflüchteten in Deutschland mehreren Problemen gegenüber, wenn sie ein Studium aufnehmen wollen. Anfangs ist ihre Mobilität noch stark eingeschränkt und sie unterliegen beispielsweise wie in Nordrhein-Westfalen im laufenden Asylverfahren einer Residenzpflicht. Meist befindet sich aber keine Hochschule am selben Ort. Eine Hürde ist auch das Sprachproblem bis ihre Deutschkenntnisse soweit aufgebaut sind, dass sie Vorlesungen auf Deutsch folgen können. Kiron bietet stattdessen beispielsweise Vorlesungen auf Englisch oder Arabisch an.

Komplizierte Anrechnungsverfahren

Die Leistungen, die die Studenten über Kiron erbringen, können später, wenn sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, an den jeweiligen Hochschulen im Rahmen eines ordentlichen Studiums anerkannt werden. Hila kümmert sich um das Anrechnungsverfahren an den Hochschulen und um die Auswahl von freiverfügbaren Lehrveranstaltungen über Open Educational Resources. Dazu kommen ehrenamtliche Dozenten, Professoren oder Studenten, die Live-Tutorien geben.

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