Ein ordentliches Dach über dem Kopf und keine Po-Schmerzen mehr nach langen Radtouren. Und Pedale benutzen, nur wenn der Akku schlapp macht: So radeln wir gern.

Ein Entwicklerteam aus Osnabrück hat bequeme Sitze, ein Dach und Pedalantrieb kombiniert. Heraus kam ein neuer Fahrzeugtyp: Das Bio-Hybrid-Mobil. DRadio-Wissen-Reporterin Susanne Schäfer hat im Prototypen des Onyx MiO eine Probefahrt gemacht. Er sieht dem Smart ein bisschen ähnlich. In allen technischen Belangen handele es sich aber nicht um ein Auto, versichert sein Erfinder Nicolas Meyer.

"Ich trete fleißig in die Pedale. Um bis zu 10 Prozent kann ich unsere Akkulaufzeit dadurch steigern"
DRadio-Wissen-Reporterin Susanne Schäfer

Nicolas Meyer nennt sein Fahrzeug Bio-Hybrid, weil Solarzellen auf dem Dach und Pedale am Beifahrersitz den Akku befeuern sollen. Und das Pedalieren funktioniert auch im Stehen, zum Beispiel an der Ampel, dann ist es wie "ein Mini-Fitnessstudio, was sie in ihrem urbanen Vehikel mitführen", sagt er. Fürs eigentliche Fahren sorgt der Elektromotor.

Fahrradteile sind günstig zu reparieren

Von außen fallen die dünnen Fahrradreifen auf. Wenn mal etwas kaputt geht, ist die Fahrradwerkstatt eine günstige Adresse. Der Onyx MiO, der insgesamt mal um die Neuntausend Euro kosten soll, fährt 50 Kilometer pro Stunde. Sein Gewicht: 200 Kilogramm. Anketten, wie beim Fahrrad ist aber nicht. Stattdessen hat er eine besondere Alarmanlage, die einen Diebstahl sofort meldet.

Fahrradlenker fest im Griff: DRadio-Wissen-Reporterin Susanne Schäfer bei der Probefahrt im Onyx MiO.

Variable Fenster und Türelemente schützen vor Regen und Schnee. "Das ist nicht perfekt, wie im PKW, aber dafür sind wir ja auch so leicht", sagt Nicolas Meyer.

In einer ruhigen Nebenstraße, abseits des Stadtverkehrs darf unsere Reporterin dann auch mal an den Fahrradlenker. "Auf Geschwindigkeit kommen, ist sehr leicht, bremsen auch", findet sie. Ein Bio-Hybrid-Mobil für die Autobahn ist übrigens gerade in der Mache.

"Bis auf den Porsche-Fahrer nehmen uns alle Auto- und Lkw-Fahrer ernst. Ich fühle mich sicher. Und warm ist mir vom ganzen Strampeln auch."
DRadio-Wissen-Reporterin Susanne Schäfer