Wer an Trainspotting denkt, denkt an Ewan McGregor mit raspelkurzen Haaren, an Heroin und die schmutzigste Toilette Schottlands. Und darüber liegt "Born Slippy" von Underworld und "Lust for Life" von Iggy Pop. Und was kann der Soundtrack zum zweiten Teil?

Der zweite Teil von Trainspotting kommt in die Kinos. 21 Jahre sind seit dem ersten Teil vergangen und in der Zwischenzeit ist der Film ein Klassiker geworden, der unsere Jugend geprägt hat. Jetzt gibt es ein Wiedersehen mit den alten Helden um Hauptdarsteller Ewan McGregor. Wie gut das umgesetzt ist - darüber gehen die Meinungen auseinander. Aber was auf der Leinwand zu sehen war, war bei Trainspotting ja immer nur die halbe Miete. Wir müssen also über den Soundtrack reden.

"Born Slippy“ von Underworld war einer der prägenden Songs des Originals - sehr wichtig für die Stimmung und den ganzen Vibe des Films. Im Sequel sind einige Abwandlungen von "Born Slippy" zu hören - "Slow Slippy" heißt das Ganze. Underworld haben den Song gefühlt erst in mehrere Teile zerhackt, dann noch mal durch den Fleischwolf gedreht und dann wieder alles zusammengeklebt. Aber ihr erkennt den Song noch wieder.

Wie für Teil eins ist auch für den Soundtrack von "T2" Rick Smith verantwortlich, eines der Gründungsmitglieder von Underworld. Er hat schon oft mit Trainspotting-Regisseur Danny Boyle zusammengearbeitet. Und neben "Born Slippy" gibt es bei "Trainspotting 2" noch mehr alte Bekannte zu hören. "Lust For Life", einen Klassiker von Iggy Pop, gab es in Teil eins - in Teil zwei wird der Song von The Prodigy geremixt. Außerdem sind noch ein paar andere ältere Songs zu hören - zum Beispiel von Queen und Run DMC.

Neuer Herzschlag des Films

Aber Trainspotting 2 wärmt nicht nur alte Sachen wieder auf, sagt unsere Reporterin Anke van de Weyer. Da wären zum Beispiel Wolf Alice, eine Band aus London, die leicht düstere Musik machen, manchmal ein bisschen rockig, oft sehr sphärisch. "Silk", der Song vom Trainspotting-Soundtrack, stammt von ihrem Debütalbum "My Love Is Cool" aus dem Jahr 2015.

Es gibt aber auch Bands, die etwas ganz Neues beigesteuert haben. Komplett neu ist zum Beispiel "Only God Knows" von Young Fathers, eine Band aus Edinburgh, die eine Mischung aus HipHop, Pop und R&B machen und dazu auch noch auf den Gitarren schraddeln. Regisseur Danny Boyle hat "Only God Knows" den Herzschlag des Films genannt - also das, was "Born Slippy" für den ersten Teil war.