Wieviel Original darf, braucht, muss ein Spinn-Off haben? Gute Frage, nächste Frage. Denn natürlich sieht "Rogue One" nach Star Wars aus, es fühlt sich wie Star Wars an, aber dann fehlen plötzlich entscheidende Teile und man versteht nicht, warum. Das erste Spin-Off des berühmtesten Science-Fiction-Franchise der Welt lässt Fragen offen.

Wenn in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag um exakt 0:00 Uhr die Kinotüren aufgehen, werden Hardcore-Star-Wars-Fans selbst unter ihren dicken, flauschigen Chewbacca-Kostümen so sehr vor Aufregung zittern, dass man es sehen kann. Zum ersten Mal in der fast 40-jährigen Star Wars Geschichte gibt es eine Auskopplung im Kino. Eine mit der Saga verbundene, aber doch irgendwie losgelöste, neue Story.

Die dunkle Seite der Macht beherrscht weite Teile der Galaxis

Und diese Geschichte spielt von Zeit her ganz kurz vor dem allerersten Film von 1977. Die Rebellen wagen unter der Führung der jungen, aber sehr mutigen Jyn (Felicity Jones) einen ersten Angriff auf den gerade erst fertig gewordenen Todesstern. Das Imperium, also die dunkle Seite der Macht, beherrscht weite Teile der Galaxis, die Rebellen waren schon kurz vor der Kapitulation. Jedi-Ritter aber gibt es keine. Bitte? Ja, richtig gelesen. Es gibt das Imperium, den Imperator - logischerweise auch Darth Vader und die Allianz der Rebellen, von einem Meister Yoda oder einem Obi Wan Kenobi mit seinen Männern will aber keiner was gehört haben.

Wir werfen einen ausführlichen, spoilerfreien Blick in den Film und fragen uns: Was soll das? Warum dieses "halbe" Star Wars Universum? Warum das eine ohne das andere?

Außerdem diese Woche neu im Kino

"Paula", Christian Schwochows Biopic über die Malerin Paula Modersohn-Becker (gespielt von der Schweizerin Carla Juri) und "Shut In", ein Psycho-Thriller über eine Kinderpsychologin (Naomi Watts), die von den unschönen Geistern ihrer Vergangenheit eingeholt wird.