Das ist ziemlich klassisches Modell: Erst die Hochzeit, dann die Kinder, dann ab ins Reihenhaus. Klassisch, aber gerade sehr angesagt. Eine Stunde Liebe sucht nach den Gründen für den Heirats- und Kinderboom und redet mit Menschen, die sich für das klassische Modell entschieden haben.

Die Zahl der Hochzeiten steigt. Die Deutschen bekommen wieder Kinder. Die Geburtenziffer ist so hoch wie seit über 30 Jahren nicht mehr. 1,5 Kinder werden in Deutschland im Durchschnitt pro Frau geboren, so die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Vor allem Akademikerinnen und Frauen in Sachsen und in Städten bekommen viele Kinder.

"Es wird wieder mehr geheiratet, aber später. Die Männer sind bei der Hochzeit im Schnitt fast 34 Jahre alt."
Patrizia Grohm, DRadio-Wissen-Reporterin

Dabei sind die Mütter eher Spätzünder: Im Schnitt bekommen sie ihr erstes Kind mit 30 Jahren. "Früher waren die Mütter deutlich jünger", stellt DRadio-Wissen-Reporterin Patrizia Grohm fest.

Angela hat sich getraut

Auch das Heiraten ist wieder angesagt, auch wenn der Trend zur Ehe nicht ganz so stark ist wie zum Kinderkriegen. Angela Grünvogel hat den Schritt gewagt. Sie ist 27 und hat voriges Jahr ihren Partner geheiratet. Ein ziemlich großer Schritt für die beiden: "Es ist etwas Besonderes, sich so komplett auf jemanden einzulassen."

"Ehe erfordert Mut. Es ist einfach schön, Familie zu haben."
Angela Grünvogel

Außerdem schauen wir nach China. Dort ist es ein gesellschaftliches No-Go, mit 30 noch nicht verheiratet zu sein. Mit krassen Konsequenzen für junge Menschen. Und im Liebestagebuch erzählt Lara (Name geändert), wie das Date mit einer lesbischen Mutter weiterging.