Orgeln, Schlagzeuge, Synthesizer und abgefahrene Effekte. Wofür man früher ein teures Tonstudio brauchte, kann man heute sein Smartphone oder Tablet zum Musizieren nutzen. Wir spielen die lustigsten App-Instrumente und basteln einen kleinen Sommerhit. Eine Stunde Netz, jeden Mittwoch ab 20 Uhr.

Kaum ein Jahrzehnt hat die Musiktechnologie so weit vorangebracht wie das aktuelle. Die Rechenpower von Smart-Devices, verbunden mit deren Touch-Steuerung, sie erlaubt nicht nur exzellente Virtualisierungen bisheriger Instrumente - es werden auch ständig neue Bedienungsweisen, Soundwelten und Musiziermethoden erfunden. Zum Klavierlernen für Beginner, für mobile Jamming-Sessions und auch für echte Profis gibt es endlose Listen toller Musik-Apps - und seit der Android-Version 5 nimmt auch die Vormachtstellung der Apple-Geräte ab.

Jammen auf der Quelle

In Eine Stunde Netzbasteln #036 spielen wir mit App-Instrumente und bauen einen Hit. Moritz Metz besucht den Musiker und Tutor Carsten Galle - der hat vor bald 10 Jahren das "Instutut for Advanced Technology In Music and Arts" - kurz Institut Fatima - gegründet. Für Kunden wie das Goethe Institut unterrichtet er Jugendliche weltweit im interaktiven Musizieren mit modernen Mitteln - also gehackten Spielkonsoleninterfaces wie der Kinect-Kamera oder der Wiimote, mit der Samplersoftware Ableton Live und natürlich Smartphone-Apps.

Sein Studio hat Carsten derzeit im zwischengenutzten Riesengebäude des ehemaligen Quelle-Versands in Nürnberg - das Areal bietet so viel Platz wie 35 Fußballfelder. Wir sampeln Pingpong in den endlosen Lageretagen, meditieren in der Chefkantine, verkabeln im Betriebsratsbüro und mixen auf der Dachterasse - alles für einen App-generierten Minisong:

Verwendete Apps: Futulele, Autorap, Rockmate, MadPad, Orphion, ThumbJam, Bloom, Figure, MusicStudio, Pocket Organ, Audiobus, Tausend Medien.

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