Erbittert kämpften Franzosen und Deutsche gegeneinander um die französische Stadt Verdun. Sie stand symbolisch für das Durchhaltevermögen der Franzosen. Für die Deutschen dagegen hätte der Sieg in Verdun den Durchbruch bedeutet.

Von Februar bis Dezember 1916 tobte die längste und grausamste Schlacht des Ersten Weltkriegs. Die französischen Truppen wollten Verdun unbedingt halten, um den Weg nach Paris und ins Landesinnere zu sichern. Sie machten Verdun zum nationalen Symbol, das Moral und Widerstandskraft gegen die deutschen Invasoren steigern sollte.

Die Deutschen wollten die Schlacht aus genau umgekehrten Motiven unbedingt gewinnen. Fällt Verdun, so ihr Kalkül, bricht auch die französische Kampfkraft zusammen. Aber die Schlacht wurde zu einem monatelangen Stellungskrieg, in dem beide Seiten neueste Waffen einsetzten, die zum ersten Mal ihre verheerende Wirkung zeigten: Maschinengewehre, Panzer, Raketen und Giftgas.

Kriegstraumata auf beiden Seiten

Die Schlacht um Verdun ist in Frankreich bis heute allgegenwärtig. Familien erinnern sich an Verwandte, die Teilnehmer der Schlacht waren oder bei Verdun ihr Leben verloren haben. Was die Augen der Soldaten auf beiden Seiten bei dieser Schlacht an menschlicher Verrohung gesehen haben, konnten ihre Seelen ein Leben lang nicht verarbeiten. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs lebten in allen beteiligten Ländern traumatisierte Menschen.

Außerdem hört ihr noch in Eine Stunde History:

  • Buchautor Olaf Jessen über die Kriegsziele und den Verlauf der Schlacht um Verdun
  • Der Wiener Fotohistoriker Anton Holzer über Soldatenfotografien des Ersten Weltkriegs
  • DLF-Korrespondent Jürgen König über die Erinnerung an die Schlacht um Verdun in Frankreich
  • DRadio-Wissen-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über die Folgen der Schlacht um Verdun