Das Fairtrade-Logo ist aus dem Supermarkt bekannt, es pappt auf Bananen und Schnittblumen. Jetzt können wir auch Kleidung kaufen, die mit diesem Siegel zertifiziert ist.

Fairtrade ist in Deutschland am ehesten unter dem Fairtrade-Siegel des Vereins Transfair Deutschland bekannt. Dessen Siegel pappt zum Beispiel auf Schnittblumen, Bananen und Kaffeepackungen

Für Mode gibt es bisher kein einheitliches, bekanntes Siegel. Transfair will daher ihr Fairtrade-Logo auch hier etablieren. Die drei kleinen Labels 3Freunde, Shirts for Life und Melawear machen jetzt mit.

"Einen festen Zeitraum für die Umsetzung der Ziele festzusetzen, ist das innovativste an dem neuen Siegel."
Juliane Neubauer, DRadio Wissen

Fair produzierte Mode bieten Labels auch ohne das Fairtrade-Siegel an. Das zu verwenden, hat für die Labels aber einen großen Vorteil: Das Siegel ist bekannt in Deutschland - einige Lebensmittel im Supermarkt sind damit versehen - und die Deutschen vertrauen ihm.

Im Gegenzug müssen die Modelabels ein paar Auflagen erfüllen, etwa die Mitsprache der Mitarbeiter fördern, Festanstellungen statt Zeitverträge sowie höhere Löhne zahlen. Es ist eine Art Zertifizierungsprozess, den sie, vor allem aber die Kleidungsproduzenten in China, Bangladesch und anderen Ländern durchlaufen.

Eine Tasche mit Fairtrade-Siegel
© mela wear

Transfair gibt einen Zeitraum von sechs Jahren aus, um diese Ziele umzusetzen. DRadio-Wissen-Reporterin Juliane Neubauer: "Das ist wahrscheinlich das Innovativste an diesem Siegel - denn wenn sie das in diesem Zeitraum nicht schaffen, ist das sicherlich ein Vertrauensverlust für das Fairtrade-Zertifikat."