Es wird früh dunkel, dazu ist es auch noch kalt und windig. Was ist da leichter und angenehmer, als sich auf die Couch zu fläzen und gute Filme oder Serien zu glotzen. Die meisten von uns kennen und nutzen wahrscheinlich Netflix, Amazon Prime Video, Maxdome oder den Itunes Store. Aber Sebastian Rams aus unserer Redaktion hat ein paar Online-Videotheken aufgetrieben, die möglicherweise noch nicht alle auf dem Schirm haben - für Filme jenseits des Mainstream.

1. Mubi

Das ist eine europäische Plattform und die bietet jeden Tag 30 Filme an. Bei Mubi kommt täglich ein neuer Film dazu und einer verschwindet aus der Liste. Film des Tages ist heute zum Beispiel der britische Film "A Field In England" aus dem Jahr 2013, der zurzeit des englischen Bürgerkrieges spielt. Innerhalb eines Jahres bekommen die Nutzer also 365 Filme zur Auswahl für ihr Geld: knapp sechs Euro pro Monat kostet das Portal.

"Da sind wirklich tolle Sachen dabei, also Filme, die hierzulande gar keinen Kinostart erhalten, sondern nur auf Festivals zu sehen sind - auch experimentelle und extravagante Sachen."
Martin Gobbin, Redakteur bei Stiftung Warentest im Team Multimedia

2. PantaFlix

Auch eine Empfehlung für den Arthouse-Bereich. Hinter dieser Plattform steck der Schauspieler und Produzent Matthias Schweighöfer. Diesen Dienst gibt es seit Juli 2016 und der zeigt vor allem klassisches Programmkino und weniger bekannte Dokumentarfilme, zum Beispiel die Doku "Fassbinder" über den deutschen Regisseur Rainer Werner Fassbinder.

Der User mietet sich für drei bis fünf Euro einen Film im Einzelabruf, der dann innerhalb von 48 Stunden beliebig oft angeguckt werden kann. Das Besondere bei Pantaflix. Den Preis für einen Film bestimmt der Produzent. 75 Prozent des Erlöses gehen an die Filmemacher und nur ein Viertel an Pantaflix. Das ist viel, viel mehr als üblich.

3. Realeyz

Diese Plattform gibt sich selbst den Untertitel "Indie Film Network". Im Angebot sind momentan 1700 Filme. Darunter auch Kurz- und Dokumentarfilme und Lieblinge von Filmfestivals wie das Drama "Missverstanden", dass 2014 bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes zu sehen gewesen ist. Unter der Rubrik "Derzeit Beliebt" rangiert gerade auch die deutsch-tschechische Produktion "Schmitke", die beim FilmFestival Cottbus vor zwei Jahren den Titel "Bester Debütfilm" abgeräumt hat.

Und hier noch ein paar Tipps vom Experten:

  • auch bei den großen Anbietern ist die die Auswahl teilweise noch ziemlich enttäuschend
  • Abos bieten für relativ wenig Geld mehr Masse statt Klasse
  • beim Einzelverleih finden wir häufig Filme, die es im Abo gar nicht gibt
  • auch für aktuelle Filme gilt: eher über den Einzelabruf zu finden - und meistens etwas teurer
  • bei Netflix und Mubi werden manche Filme zum Download angeboten