Die Nazis haben das berühmte Bernsteinzimmer 1941 in St. Petersburg gestohlen und nach Königsberg gebracht. Seit 1945 gilt es als verschollen. Doch bis heute träumen Schatzsucher davon, das "achte Weltwunder" wiederzufinden.

Das Bernsteinzimmer ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zum Mythos geworden: Ist die kunstvolle Wand- und Deckenvertäfelung bei der Befreiung von Königsberg der Zerstörungswut sowjetischer Soldaten zum Opfer gefallen? Wurden die Kisten, in denen die einzelnen Platten wegen der Gefahr von Beschädigung durch Kriegseinwirkungen verpackt waren, bei einem britischen Luftangriff zerstört? Oder konnte das "achte Weltwunder" gerettet und in einem unterirdischen Stollen bis heute versteckt werden?

Bildergalerie "Bernsteinzimmer":

Derzeit wird an rund 30 Orten nach dem Bernsteinzimmer gesucht, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich gefunden wird, ist sehr gering. Offizielle sowjetische Stellen haben nach der Rückeroberung von Königsberg "zweifelsfrei und amtlich" festgestellt, dass man Überreste des Bernsteinzimmers gefunden habe: Beschläge, Nägel oder Türangeln, die nicht aus Bernstein, sondern aus Metall waren und deshalb nicht rüchstandslos verbrennen konnten. Aber davon lassen sich jene nicht abbringen, die nach dem Bernsteinzimmer immer noch suchen.

Was ihr noch in Eine Stunde History hört:

  • Warum Karl-Heinz Kleine das Bernsteinzimmer in Wuppertal sucht
  • Wie Maurice Philip Remy in einem Buch nachgewiesen haben will, dass das Bernsteinzimmer in Königsberg verbrannt ist
  • DRadio-Wissen-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über seine eigene - leider erfolglose - Suche nach dem Bernsteinzimmer