Natalie Grams sagt von sich selbst, sie war Homöopathin aus voller Überzeugung. Für sie war es Beruf, Berufung und Hobby. Trotzdem hat sie sich von der Homöopathie abgewandt. Auslöser war der Wunsch der studierten Ärztin, es allen Kritikern endlich einmal zu zeigen. Aber die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema hat ihr Weltbild ins Wanken gebracht und letztlich zerstört. Ihr gingen die Argumente aus, was einen Lebenswandel zur Folge hatte. Dieser Situation hat sie sich gestellt, hat es ausgehalten und sagt: Ich würd’s wieder tun.

Natalie Grams hat sich von der Homöopathie abgewandt und das Buch veröffentlicht:
© Foto | Gudrun-Holde Ortner
Natalie Grams blickt trotz viel Kritik von ehemaligen Kollegen an ihrem Buch voller Hoffnung in die Zukunft.

Nilofar Elhami erzählt Moderator Paulus Müller: Ich habe im Vorfeld lange mit Natalie Grams telefoniert, bestimmt eine ganze Stunde um das Interview vorzubereiten. Und mir ist aus dem Vorgespräch eine Sache besonders hängen geblieben. Eine Sache, die sie im Interview mit Paulus zwar erzählt, aber nicht allzu sehr betont oder ausführt und das ist die Reaktionen der Homöopathischen Gemeinschaft auf Ihr Buch, auf ihre Abkehr. Sie sagt im Interview, dass es ja Schmähungen und Verletzungen gab, aber im Vorgespräch hat sie mir erzählt, dass die Gemeinheit, mit der sie konfrontiert war - von Homöopathen aus ganz Deutschland, dass Natalie sich das nie hätte vorstellen können, wie krass die Kritik sein würde und sie sagt, sie ist da etwas naiv gewesen, weil diese homöopathische Gemeinschaft ja für eine sanfte Lehre steht, eine Lehre, die per se viel Offenheit und Toleranz voraussetzt und das sie daher etwas schockiert war, wie knallhart und heftig diese Ablehnung dann aussah.