Isaiah hört keinen Reggae, vertickt kein Hasch und hat als DJ auch keine Grace Jones Platte parat. Als er vor zehn Jahren nach Berlin kam, dachte er, mit solchen Schwarzenklischees hätte er hier nichts zu tun. Stimmte aber nicht. Auch im hippen Schwulenklub begegnen ihm blöde Sprüche. Statt zu schweigen, packte er seine Erfahrung in ein Kunstprojekt: in T-Shirt-Form.

"Als Schwarzer bist du permanent in Situationen, in denen du dich entscheiden musst, ob du dich gegen solche Äußerungen wehrst oder drüber hinweg siehst."
Isaiah Lopaz, Künstler aus Berlin

Hanna Enders Gespräch mit Isaiah führt erstmal zum Streit mit einem Freund: Auf einer Party meint er "schwarze Männer seien doch so gut bestückt." Sie hakt nach: "Wer sagt das? Wo steht das? Zeig mir die Studie". Er sucht, Google sucht, eine zuverlässige wissenschaftliche Studie findet sich nicht. Schließlich lenkt er ein, das sei doch nur ein Spruch. Für DRadio-Wissen-Reporterin Hanna Ender geht es aber um mehr: Wie unterbinden wir den Rassismus um uns herum, der nicht nur von Neonazis kommt? Isaiah Lopez hat zu diesem Zweck seinen Blog Him Noir ins Leben gerufen.