Terrorgruppen wie ISIS werben ganz modern - und immer wieder mit Erfolg: Sie sprechen potenzielle Kämpfer auf der Straße an oder rekrutieren sie über das Internet. Mehrere Fälle von jungen deutschen Männern sind bekannt geworden, die erst zum Islam konvertiert und dann in den Dschihad gezogen sind.

Eine Redaktionskonferenz mit Verena von Keitz.

ISIS-Kämpfer
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ISIS

Ein Münsteraner zieht in den Kampf

Sein richtiger Name ist Selim K. - er hat türkische Wurzeln und ist in Münster aufgewachsen. Jetzt trägt er den Kampfnamen Abu Hudhayfah al Almani - der Deutsche - und kämpft irgendwo im Irak oder in Syrien.

Im Internet gibt Selim K. als Berufsbezeichnung "Mujahid", Kämpfer bei "Islamischer Staat im Irak und der Levante“ an: Selim ist einer von mehr als 320 Männern aus Deutschland, die als Kämpfer nach Syrien und in den Irak ausgereist sind.

Selims Lehrer sind schockiert, als sie aktuelle Bilder von ihm sehen. Sie können sich noch gut an ihn erinnern, er sei so hübsch gewesen, sagt eine Lehrerin: Der Junge habe es schwer gehabt, habe Gewalt erlebt, darum sei er in einer Pflegefamilie aufgewachsen.