Fidel Castro ist am 25. November 2016 im Alter von 90 Jahren gestorben. In Eine Stunde History geht es um ihn und die Kubanische Revolution.

Mit dem Ausruf "Patria o Muerte" - Vaterland oder Tod - von Che Guevara begann Anfang Dezember 1956 die Revolution auf Kuba. Die Yacht "Granma" landete mit ihm und den Gebrüdern Raúl und Fidel Castro an der kubanischen Küste - mit an Bord waren knapp 80 Kampfgenossen.

Gemeinsam begannen sie einen dreijährigen Kampf gegen die militärische Übermacht des kubanischen Diktators Fulgencio Batista. Drei Jahre später war es soweit: Am 1. Januar 1959 flüchtete der Diktator und Fidel Castro richtete auf der Karibikinsel einen sozialistischen Staat ein.

Die USA brandmarkten die Revolution als eine Bedrohung des eigenen Einflussgebietes, die UdSSR sah die Möglichkeit, atomare Gefechtsköpfe in unmittelbarer Nähe der USA zu stationieren.

Kuba, das selbst zur Bewegung der Blockfreien Staaten gehörte, wandte sich bis Anfang der 1990er Jahre an die UdSSR und war Vorposten des Kommunismus im amerikanischen Teil der Welt. Erst unter Präsident Barack Obama normalisierten sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern wieder, so dass 2016 wieder Botschafter ausgetauscht werden konnten.

"Die jungen Kubaner wollen endlich frei sein. Sie wollen reisen, die Welt sehen, die coolen Klamotten tragen, die sie im westlichen Fernsehen sehen, und Berufe lernen, die ihnen nicht vom Staat vorgeschrieben werden."

Außerdem hört ihr in Eine Stunde History:

  • Lateinamerika-Experten Michael Zeuske über die Geschichte der Revolution auf Kuba
  • Kuba-Experte Bert Hoffmann vom Hamburger GIGA-Institut, über die diplomatische Annäherung zwischen den USA und Kuba
  • ARD-Korrespondentin Anne-Katrin Mellmann über die Hoffnungen und Träume der Kubaner
  • DRadio-Wissen-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über die Kuba-Krise von 1962