Gute Nachrichten für alle Clubgänger: London bekommt seinen legendären Laden Fabric zurück! Mitte des Jahres war dem Elektro-Club die Lizenz entzogen worden. Jetzt darf das Fabric wieder öffnen - allerdings unter bestimmten Auflagen.

Seit seiner Eröffnung Ende der 1990er-Jahre ist das Fabric in London zu einem der wichtigsten Clubs auf der ganzen Welt geworden. Auch in der Underground-Szene ist der Laden für seine Drum'n'Bass-, Techno- und House-Partys berühmt. Im Sommer gab es allerdings zwei Drogentote: Ein Gast war im Club zusammengebrochen, ein weiterer vor dem Gebäude. Die Polizei machte die laschen Sicherheitskontrollen im Fabric verantwortlich, ein Gericht entzog daraufhin die Lizenz.

Bestürzte Fans

Der Protest gegen die Entscheidung war riesig. DJs, Plattenfirmen, sogar der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan - selbst in jungen Jahren Fabric-Gänger - waren schockiert, als die Partys erst mal vorbei waren. Der britische Elektro-DJ und Produzent Goldie hat bisher mehr als 110 Mal im Fabric gespielt. Für ihn war die Schließung im Sommer besonders bitter.

"Es war eine Religion, eine Institution für alle von uns. Wir hatten großartige, historische Nächte dort. Das ist lächerlich."
Elektro-DJ "Goldie" im Sommer über die Schließung des Fabric

Fabric-Supporter starteten deshalb die Petition #safefabric, um die Wiedereröffnung zu erreichen. 111 nationale und internationale Künstler beteiligten sich außerdem an einer Compilation, um den Club zu retten. Mit den Einnahmen aus dem Sampler wurden dann die Kosten für das Verfahren gedeckt. Mit Erfolg: Ein Gericht hat jetzt die Erlaubnis gegeben, den Club wieder zu öffnen. Allerdings müssen die Fabric-Betreiber für die Lizenz jetzt strengere Auflagen einhalten.

"Jeder, der beim Konsum, Verkauf oder nur beim Nachfragen nach Drogen erwischt wird, bekommt lebenslanges Hausverbot."
DRadio-Wissen-Reporterin Anke van de Weyer über die neuen Lizenzauflagen des Fabric

Neben einer absoluten Null-Toleranz-Politik, was Drogen angeht, gibt es in Zukunft auch strengere Türkontrollen und ein neues Überwachungssystem. Außerdem ist der Eintritt bald erst ab 19 Jahren.

Nicht nur die Musikwelt jubelt über die Ankündigung, auch der Londoner Bürgermeister freut sich. "Danke an alle, die dabei geholfen, eine Lösung zu finden, die die Zukunft des Clubs und seiner Besucher sichert", schrieb Khan auf Twitter. Wann genau das Fabric wieder aufmacht, steht bisher noch nicht fest. Aber vielleicht raved der Bürgermeister dann ja auch wieder mit.