Im Reis steckt giftiges Arsen, mal mehr, mal weniger. Damit möglichst wenig davon auf deinem Teller landet, solltest du beim Kochen ein paar Dinge beachten.

Im Prinzip findet sich Arsen in vielen Pflanzen- und Getreidearten. Auch im Salz kommt es vor. Weil die Reispflanze aber im Wasser wächst, ist darin 10 bis 20 Mal mehr Arsen enthalten als andere Getreidearten. Das Gift gelangt etwa über Phosphatdünger ins Wasser - wenn es nicht ohnehin schon im Boden ist, erklärt die Stiftung Ökotest.

So wenig Arsen wie möglich

"So liegen die mittleren Gehalte für weißen (geschliffenen) Reis bei 0,1 Milligramm anorganischem Arsen je Kilogramm Reis, hohe Gehalte bei 0,2 Milligramm pro Kilo Reis", berichtet das Bundesinstitut für Risikobewertung und stellt fest: Akute Arsenvergiftungen sind bei uns eigentlich kein Thema. Es geht eher darum, dass wir generell möglichst wenig Arsen zu uns nehmen - damit wir uns nicht langfristig mit Arsen vergiften.

"Solange wir solche toxikologisch begründeten Höchstgehalte nicht ableiten können, solange sind wir eher drauf angewiesen, eine Minimierungsstrategie zu entwickeln."
Helmut Schafft vom Bundesinstitut für Risikobewertung

So wäscht du das Arsen aus dem Reis:

Zu dieser Minimierungsstrategie gehört, möglichst viel Arsen aus unseren Lebensmitteln zu waschen. Und gerade beim Reis gibt es da eine erprobte Methode. Laut BBC und Andy Meharg von der Queens University in Belfast geht die so:

  • Reis über Nacht in Wasser baden - da entweicht Arsen
  • Später waschen
  • Fünfmal so viel Wasser wie Reis zum Kochen nehmen
  • Nicht trockenkochen!
  • Den Reis abgießen und nochmal durchwaschen

Zum Vergleich: Beim Trockenkochen sind noch 84 Prozent des Arsens im Reis enthalten, bei der "Baden- und Waschen-Methode" nur noch 18 Prozent.

Bio-Sorten schnitten nicht besser ab

Übrigens gab es bei den getesteten Sorten keinen Unterschied zwischen Bio-Reis und konventionellem Reis. Laut Andy Meharg enthielt Basmati-Reis aber am wenigsten Arsen und ungeschälter Reis mehr als geschälter, weil das Arsen auch in der Schale sitzt.

Und: Falls ihr euch noch an den Skandal um belastete Bio-Reiswaffeln von vor einigen Jahren erinnert, haben wir eine gute Nachricht für euch:

"Als Effekt lässt sich konstatieren, dass die Gehalte in den verzehrbaren Produkten geringer geworden sind. Das ist doch eine schöne Entwicklung!"
Helmut Schafft vom Bundesinstitut für Risikobewertung