Kran statt Supermarkt, das scheint die bessere Wahl zu sein, wenn es um Trinkwasser geht. Aber sollten wir das kühle Nass vorher noch durch einen Filter jagen? Lieber nicht, sagt ein Experte von der Verbraucherzentrale.

Viele Mineralwasser sind verunreinigt. Von 30 haben nur sechs den Test der Stiftung Warentest bestanden. Sollten wir also doch lieber Leitungswasser trinken? Das wird immerhin streng kontrolliert in Deutschland. Außerdem kann man das kühle Nass ja zusätzlich noch filtern, wenn man möchte. Auch unterwegs ist das möglich.

"Aus unserer Sicht sind Trinkwasser-Filter eher kontraproduktiv. Denn das, was da rauskommt, ist in einer Form verändert, die teilweise auch problematisch sein kann."
Dirk Petersen, Wasserexperte von der Verbraucherzentrale Hamburg

Aber bringen diese Wasserfilter etwas? Dirk Petersen, Wasserexperte von der Verbraucherzentrale Hamburg, ist da skeptisch. Er hält Trinkwasserfilter für kontraproduktiv. Der Grund: Was nach dem Filtern herauskommt, sei verändert - und das in einer Form, die durchaus problematisch sein könne. So neige gefiltertes Wasser dazu, schneller zu verkeimen. Um das zu verhindern, wird zum Beispiel Silber hinzugefügt. Zumindest für immungeschwächte Menschen könne dieses Wasser problematisch sein.

Entkalken nur für Teetrinker

Viele Leute filtern auch Wasser, um es zu entkalken. Dieses Wasser schmeckt deutlich besser. Für Teetrinker ein klarer Vorteil. Wenn Calcium, Magnesium und Kalium herausgefiltert werden, könne dies aber auch gesundheitliche Nachteile mit sich bringen. Über die normale Nahrung nehmen wir zu wenig von diesen Substanzen auf, sagt Dirk Petersen. Wenn es um Trinkwasser geht, ist seine Empfehlung deshalb klar: lieber nicht filtern.