+++ Zum Start der Art Cologne sagen wir euch, wie ihr schlau in Kunst investiert +++ Reaktionen auf neue Pläne zur Vorratsdatenspeicherung +++ Niederlande führen Recht auf Home Office ein +++ Und: Tschüss Kloppo! +++

Julia Möckl ·

Na, habt ihr gestern auch die PK von Jürgen Klopp geschaut? Zum Abschied vom BVB? Der britische Journalist Ben Bloom hat sogar darüber gebloggt - ohne Deutsch zu können. Großer Spaß! Guten Morgen sagen Moderator Till Haase, Redakteurin Tina Kießling & Bloggerin Julia Möckl - des Deutschen (meistens) mächtig.

Julia Möckl ·

Ein Jahr später ist klar: "Das hätte verhindert werden können", sagt unser Korrespondent Martin Fritz über den Untergang der Fähre Sewol vor der Küste Südkoreas. Denn das Schiff war doppelt so schwer beladen wie erlaubt und auch die Rettung sei zu schleppend angelaufen. Der Kapitän des Schiffs wurde zu 36 Jahren Haft verurteilt und die Regierung hat versprochen, für mehr Sicherheit im Fährverkehr zu sorgen. Doch die Bürger bleiben misstrauisch, sagt Martin Fritz.

Vor einem Jahr ging die Fähre Sewol unter.
© dpa
Die Fähre "Sewol" vor der Küste Südkoreas.
Asien-Korrespondent Martin Fritz über die Folgen des Sewol-Fährunglücks
"Die allgemeine Kritik ist, dass sich eigentlich nicht viel geändert hat."
Julia Möckl ·

"Für das Massenspeichern auf Vorrat wird es kein deutsches Gesetz geben" - hat unser Justizminister Heiko Maas noch im Dezember gesagt. Jetzt kommt sie eben doch, die neue Vorratsdatenspeicherung: Mit nur noch maximal 10 Wochen Speicherfrist statt 6 Monaten wie im alten Gesetz, das das Bundesverfassungsgericht erst 2010 gekippt hat. Gespeichert werden sollen v.a. Daten aus Festnetz-, Mobilfunk- und Internettelefonie-Verbindungen. Die Netzgemeinde ist not amused.

  • Caschy zitiert Benjamin Franklin (Ex-US-Präsident): "Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren”.
  • Sascha Lobo ruft zu Protesten auf.
  • Golem bezeichnet das neue Gesetz als Placebo.
Netzautor Andreas Noll über das neue Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
"Grüne, Piraten und FDP denken schon laut über eine Verfassungsklage nach. Es gibt durchaus die Möglichkeit, dass auch dieses Gesetz wieder gegen das Grundgesetz verstößt."
Julia Möckl ·

Kinotag heute. Tipp von Tina: 10 Milliarden - der neue Film von Valentin Thurn, dem Regisseur von Taste the Waste.

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Update: Am Jahrestag des Sewol-Fährunglücks in Südkorea hat die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye angekündigt, dass die gesunkene Fähre gehoben werden soll. Das melden Nachrichtenagenturen. Angehörige der Opfer hatten das immer wieder gefordert - u.a. damit die 9 noch vermissten Opfer geborgen werden können.

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Kloppo geht - und 11-Freunde-Redakteur Dirk Gieselmann hat's geahnt: "Seit der BVB im Herbst auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht war." Ausnahmetrainer Jürgen Klopp habe die Mannschaft und auch sich selbst 7 Jahre lang einem sehr intensiven Programm unterzogen - kein Wunder, dass es da zu Abnutzungserscheinungen komme. Dennoch hinterlasse Kloppo ein riesiges Vakuum - vor allem bei den Fans. "Es muss jemand her, der diese Liebe aushalten und auch zurückgeben kann", sagt Dirk Gieselmann. Jemand wie Thomas Tuchel.

11-Freunde-Redakteur Dirk Gieselmann über den Abgang von BVB-Trainer Jürgen Klopp
"Der einzige, der ihn von seinem Amt entbinden konnte, war er selbst. Klopp war sakrosankt."
Julia Möckl ·

Die EU-Kommission verklagt Google. Weil der Internetriese seine Macht als Marktführer missbrauche und damit den fairen Wettbewerb verzerre. Klingt plausibel, schließlich nutzen 9 von 10 Europäern Google - und keine anderen Suchmaschinen. Dabei gibt's Alternativen, gute sogar, sagt Netzautor Andi Noll: Seznam zum Beispiel. Zwei Drittel aller Tschechen nutzen diese Suchmaschine und auch in die Slowakei, nach Slowenien und Ungarn streckt Seznam seine Fühler aus... Und: Der Seznam-Dienst Mapy is ne gute Alternative zu Google Maps!

Netzautor Andi Noll über die erfolgreiche Google-Alternative Seznam.cz
"Der Jahresumsatz von Seznam beträgt nur einen Bruchteil des Google-Umsatzes und liegt bei 106 Millionen Euro."
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BlaBlaCar war shoppen: Mitfahrzentrale.de, Mitfahrgelegenheit.de, eine Mitfahrzentrale in Budapest - damit hat das französische Startup nach eigenen Angaben jetzt mehr als 20 Millionen Mitglieder in 18 Ländern, in Europa und in Asien. In Deutschland dürfte BlaBlaCar jetzt einen Marktanteil von 90% haben - also quasi ein Monopol, sagt unser Wirtschaftsredakteur Andreas Kolbe. Die Angst vieler Nutzer, dass die Franzosen diese Stellung ausnutzen und Gebühren erheben, ist berechtigt.

Andreas Kolbe, Wirtschaftsredakteur
"BlaBlaCar ist erst seit etwa zwei Jahren auf dem deutschen Markt aktiv - hat sich aber sehr geschickt etabliert."
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Kunst als Geldanlage? Grundsätzlich eine gute Idee, sagt unser Kulturredakteur Stefan Koldehoff. Wer z.B. vor 10 Jahren einen günstigen Gerhard Richter vor 1000 Euro gekauft hat, bekommt dafür heute locker das 10-fache. Allerdings: Auch der Kunstmarkt ist mittlerweile globalisiert und daher nicht mehr so vorhersehbar. Aber: Wer sich von Leuten beraten lässt, die sich auskennen, findet junge Künstler, die das Potential haben, später mal teuer zu werden. Stefans Tipp: Mal den örtlichen Kunstverein auschecken.

Galeristen und Besucher schauen sich am 09.04.2014 in Köln (Nordrhein-Westfalen) auf der Kunstmesse Art Cologne (10.-13.04.2014) auf dem Stand der Galerie Esther Schipper Bilder von Matti Braun an.
© dpa
Wichtig, wenn ihr Kunst kauft: Sie sollte euch auch gefallen.
Stefan Koldehoff, Kulturredakteur
"Auch auf der Art Cologne gibt es einen Bereich für junge, vielversprechende Kunst - die dann auch nicht so teuer ist."
Julia Möckl ·

Von Zuhause aus arbeiten: Darauf hätten nicht wenige Arbeitnehmer Bock - ist in Deutschland aber oft schwer durchzusetzen. In den Niederlanden haben Arbeitnehmer dagegen jetzt sogar ein Recht auf Home Office! Das hätte Redakteurin Tina Kießling auch gern, eine US-Studie hat nämlich herausgefunden, dass man im Büro im Schnitt alle 11 Minuten (!) unterbrochen wird. Andersrum besteht Zuhause die Gefahr, hart zu prokrastinieren oder aber auch: nur noch zu arbeiten. Also dran denken: Auch mal chillen.

DRadio-Wissen-Heimarbeiterin Tina Kießling
"Bei uns arbeiten etwa 10 Prozent der Menschen überwiegend von zu Hause. In Holland sind es 32 Prozent, das ist echt ne ganz andere Hausnummer."
Julia Möckl ·

Over and out, aus die Maus, wir sind raus - jedenfalls für heute. Tina, Till, Julia und überhaupt das ganze Schaum-oder-Haase-Team wünscht euch noch nen schönen Tag und: Viel Spaß mit dem Grünstreifen!