Fifa-Exekutive trifft sich in Zürich +++ Gabriel besucht den Iran +++ Wohin mit den Flüchtlingen? Treffen der EU-Innenminister in Brüssel +++ Griechenland: Die Banken machen wieder auf +++ Öffnung Kubas: Weniger Handelsbarrieren für Rum und Zigarren? +++ Lucke gründet (schon wieder) neue Partei

Niko Fischer ·

Moin moin! Auf in die neue Woche! Das denkt sich bestimmt auch Sepp Blatter, wenn er heute aufsteht. Wie lange er noch als FIFA-Präsident aufsteht, wissen die (Fußball-) Götter. Und wir. Naja, zumindest fast.

Und sonst so? Minister Gabriel ist gestern im Iran angekommen und will die Wirtschaftsbeziehungen ankurbeln. Wir lassen uns die Fingerabdrucks-Datenbank Eurodac erklären. Wir schauen nach Griechenland, wo heute die Banken wieder öffnen. Und wir trinken... nein, sprechen über kubanischen Rum.

Lauter gute Gründe, den Morgen mit uns zu verbringen.

Niko Fischer ·

Nach 54 Jahren nehmen die USA und das sozialistisch regierte Kuba heute wieder den Botschaftsbetrieb auf. Die "neue Zeitrechnung" wirkt sich auch auf die kubanischen Premium-Produkte aus: Rum und Zigarren. Bisher kamen die berühmten Glimm-Stengel illegal über die kanadische und mexikanische Grenze, berichtet Martin Schütz.

Martin Schütz, DRadio Wissen Zigarren-Experte
"Relativ geringe Stückzahlen, hohe Nachfrage: Die Zigarren aus Kuba werden vermutlich teurer."
Niko Fischer ·

Kaum steht der Atom-Deal, reist Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in den Iran. Die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern sind traditionell gut: Deutschland war früher Handelspartner Nr. 1 für den Iran. In Teheran gibt es sogar eine deutsch-iranische Industrie- und Handelskammer. Wir haben mit dessen Leiter Daniel Bernbeck gesprochen.

Daniel Bernbeck, Leiter der deutsch-iranischen Industrie und Handelskammer
"80 Prozent der iranischen Wirtschaft hat deutsche Wurzeln."
Niko Fischer ·

Der Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke war lange das Gesicht der AfD. Die mochte ihn aber nicht mehr, deshalb hat Lucke jetzt schon wieder eine neue Partei gegründet: "Alfa", die Allianz für Fortschritt und Aufbruch. Ein gewisses Talent zur Namensgebung kann man ihm ja nicht absprechen...

Raphael Krämer, DRadio Wissen Nachrichten
"Lucke will die Ur-AfD. Die Partei, die vor zwei Jahren gegründet wurde."
Niko Fischer ·

40.000 Flüchtlinge, die Italien und Griechenland aufgenommen hat, sollen innerhalb der kommenden zwei Jahre auf andere EU-Länder verteilt werden. Auf freiwilliger Basis funktioniert das aber nicht. Deshalb treffen sich die EU-Innenminister heute in Brüssel.

Annette Riedel, Deutschlandradio Brüssel, über das Flüchtlingstreffen der EU-Innenminister
"Es ist ein Armutszeugnis. Das müssen die Innenminister eigentlich hinkriegen."
Niko Fischer ·

FIFA-Boss Blatter ist eigentlich für vier weitere Jahre gewählt worden. Kurz nach seiner Wiederwahl kam er dann mit seinem Rücktritt um die Ecke. Er will gehen, wenn ein Nachfolger gewählt ist. Das soll auf einem Sondertreffen passieren, dessen Termin das Exekutivkomitee heute festlegen will. Blatter selbst würde die Wahl wohl gern auf nächstes Frühjahr verschieben, meint FIFA-Experte Robert Kempe.

Robert Kempe, Journalist und FIFA-Experte
"Wahrscheinlich sucht Blatter jemanden, der die FIFA in seinem Sinne führt - der also nicht in den Keller geht und sucht."
Niko Fischer ·

In Südafrika wurde gestern live ein Surfwettkampf im Fernsehen übertragen. Im Finale wurde der australische Surf-Profi Mick Fanning von einem Hai angegriffen! Ihm ist zum Glück nichts passiert - also dem Surfer. Das Video geht online gerade durch sämtliche Decken...

Niko Fischer ·

Die Werbung, mit denen Facebook, Twitter & Co. uns Schuhe, Lebensabschnittspartner oder Bauchweg-Wundermittel ans Herz legen, wird immer passgenauer. Doch warum nur Werbung verkaufen, wenn man die Produkte gleich auch selbst verticken kann? Mit den so genannten Buy Buttons kann man während des Surfens direkt einkaufen.

Martina Schulte, DRadio Wissen Netzautorin
"Alle großen Sozialen Netzwerke haben das schon getestet oder stehen in den Startlöchern, um ins Geschäft einzusteigen."
Niko Fischer ·

Seit heute morgen sind die Banken in Griechenland wieder auf. Die Griechen dürfen pro Woche aber nur 420 Euro abheben. Die Lage sei angespannt, sagt Alfred Schmit in Athen. Doch der Bevölkerung sei klar, dass sie das den Vorgänger-Regierungen von Tsipras zu verdanken haben, die das "mit ihrem Klüngel versaut" hätten.

Alfred Schmit, Korrespondent in Athen
"Das ist abenteuerlich: Die Leute schlafen auf ausgebeulten Kopfkissen. Da steckt ihr Bargeld drin."
Niko Fischer ·

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Best Of Schaum 20.07.2015