Hunderte Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer +++ Regierungswechsel in Finnland +++ Goldene Morgenröte vor Gericht +++ Gewalt gegen Frauen in Flüchtlingsheimen +++ Kann Thomas Tuchel Dortmund? +++

Markus Frania ·

Guten Morgen! Eine neue Woche, ein neues Team. Marlis Schaum am Mikrofon, Sebastian Sonntag an ihrer Seite und Markus Frania tippt im Liveblog. Seid ihr dabei? Schön. Los geht’s.

Markus Frania ·

Montag ist Müslitag sagt Marlis. Warum? Halt so. Guten Appetit!

Markus Frania ·

Mehr als 700 Menschen werden vermisst, seit ein Flüchtlingsboot 60 Seemeilen vor der Küste Libyens gekentert ist. Nur 28 Menschen konnten lebend gerettet werden. Wir alle sind entsetzt und wieder stellt sich die Frage: Europa, was tun? Der Job der Agentur Frontex ist es nicht, Menschen zu retten, erklärt Sebastian Sonntag. Ihre Hauptaufgabe ist, die Grenzen dicht zu machen.

Kurzfristige Besserung der Situation auf dem Mittelmeer brachte die Rettungsoperation Mare Nostrum, mit der verstärkt Flüchtlinge von maroden Booten gerettet wurden. Am 31. Oktober 2014 lief die Aktion allerdings aus - weil sie zu teuer war.

ie Aufnahme vom 12.04.2015 zeigt Flüchtlinge, die mit ihrem Boot in unmittelbarer Nähe des Frachtschiffes
© Opielok Offshore Carriers | dpa
Sebastian Sonntag, DRadio Wissen
"Der Job der Agentur Frontex ist es nicht, Menschen zu retten."
Markus Frania ·

Machtwechsel in Finnland: Die Zentrumspartei liegt nach den Wahlen vorne und die will vor allem neue Jobs schaffen, auch wenn das zehn Jahre dauern dürfte, erklärt unser Korrespondent Bernd Musch-Borowska. Warum das einstige Musterland der EU so große Schwierigkeiten hat? Die Finanzkrise hat das Land sehr hart erwischt und auch das wichtigste Unternehmen Nokia steckt seit Jahren in der Krise.

Juha Sipilä
© dpa
Ja, sie haben richtig gehört, Herr Sipilä. Sie dürften der nächste finnische Regierungschef werden.
Bernd Musch-Borowska, Korrespondent für Nordeuropa
"Die Zentrumspartei setzt mehr auf Eigeninitiative und weniger auf den Staat."
Markus Frania ·

Ein Flugzeug hacken? Gar nicht so abwegig, wenn man bedenkt, dass wir mittlerweile in fliegenden Computern in den Urlaub fliegen. Jetzt wurde Chris Roberts, der Gründer der Sicherheitsfirma One World Labs und renommierter "White Hat" - also ein Hacker, der keine bösen Absichten verfolgt, verhört, weil er getwittert hatte, er könne unter anderem am Warnsystem herumspielen. Die Folge: Er musste am Boden bleiben.

Netzautor Michael Gessat
"Was Chris Roberts demonstriert hat, hat schon Hand und Fuß."
Markus Frania ·

Die Partei Goldene Morgenröte. Rechtsextrem auf Griechisch. Mit vielen gewalttätigen Mitgliedern. Die gesamte Führungsebe der Partei, 69 Menschen, werden angeklagt wegen Gründung einer kriminellen Vereinigung, wegen Körperverletzung und wegen illegalem Waffenbesitz. Heute beginnt der Prozess. Die Aufmerksamkeit in Griechenland ist riesig. Was die meisten Beobachter umtreibt: Warum hat es überhaupt so lange gedauert, bis es zum Prozess kam?

Flage der Partei Goldene Morgenröte in Griechenland
© dpa
An was erinnert uns diese Flagge bloß?
Griechenland-Korrespondent Thomas Bormann
"Die Partei kann man nicht verbieten - sie wird also weiter ihr Unwesen treiben."
Markus Frania ·

Neun Millionen Liter Öl am Tag, 85 Tage lang und alles floss in den Golf von Mexiko - die Explosion der Ölförderplattform Deepwater Horizon vor der Küste von Louisiana war ein Katastrophe - und ist es immer noch. Auch wenn an der Oberfläche nicht mehr viel zu sehen ist. Fünf Jahre nach dem Unglücke leiden Menschen und Tiere noch immer.

Marcus Pindur, USA-Korrespondent
"Die Zahl der tot angeschwemmten Delfine hat sich vervierfacht."
Markus Frania ·

Ein Todesurteil auf Grundlage einer Haaranalyse. In den USA ist das passiert - und dabei ist wohl einiges schief gelaufen, wie jetzt ein Gutachten erheben hat. Die große Frage, die sich jetzt stellt? Haben die Analytiker geschlampt, war das Verfahren so schlecht oder gab es eine Verschwörung.

Anneke Schaefer aus der Nachrichtenredaktion
"Mittlerweile haben sich DNA-Analysen durchgesetzt. Die fragwürdigen Urteile stammen aus der Zeit von 1985 bis 2000."
Markus Frania ·

Wer es als Flüchtling nach Bayern schafft, landet zunächst in der Bayern Kaserne. Und dort ist er nicht unbedingt in Sicherheit. Frauen und Kinder sind hier besonders gefährdet. Sexuelle Belästigungen und Vergewaltigungen sollen zum Alltag gehören. Kein spezielles Problem der Bayern-Kaserne sondern ein Problem in Massen-Unterkünften bundesweit. Die Täter sind dabei nicht immer andere Flüchtlinge. Verena Lohwieser von der Menschenrechtsorganisation Bayerischer Flüchtlingsrat, hat auch schon von Übergriffen durch das Personal gehört.

Bayern-Kaserne
© dpa
Ein Gang in der Bayern-Kaserne
Verena Lohwieser von der Menschenrechtsorganisation Bayerischer Flüchtlingsrat
"Wir haben von sehr vielen Frauen berichtet bekommen, dass sie nachts Angst haben, auf die Toilette zu gehen."
Markus Frania ·

Die Stadtbehörden bei Twitter - im kleinen spanischen Städtchen Jun funktioniert das schon seit 2011. Damals hat der Bürgermeister Rodríguez Salas das System eingeführt. Ganz entscheidend für den Erfolg: Die Bürger von Jun haben ihre Twitter-Accounts im Rathaus verifizieren lassen. Sie melden sich also nicht anonym, sondern mit ihrem Klarnamen, wenn sie mit der Stadtverwaltung oder ihren Mitbürgern kommunizieren.

Netzautor Michael Gessat
"Telefon hat die Polizei von Jun auch noch. Aber sie sagt, die Meldungen über Twitter sind besser und schneller zu verarbeiten."
Markus Frania ·

Der neue Trainer von Borussia Dortmund steht fest: Thomas Tuchel übernimmt zur neuen Saison. Aber ist Tuchel der neue Klopp? Jein, sagt Philipp May aus unserer Sportredaktion. Rein Taktisch hat er mehr im Repertoire als Jürgen Klopp. Er ist eher so ein Art Pep Klopp. Bringt also auch einiges mit, was sich der Trainer von Bayern München so ausdenkt.

Philipp May aus unserer Sportredaktion
"Man könnte sagen, dass Thomas Tuchel eine Mischung aus Jürgen Klopp und Pep Guardiola ist."
Markus Frania ·

It’s Getting Hot in Here? Marlis und Sebastian überlegen schon, mit wie viel oder wie wenig Kleidung sie am Mittwoch im Studio aufschlagen wollen. Ich glaube, wir verabschieden uns lieber ganz züchtig und hochgeschlossen, bevor das hier noch ausartet. Bis Morgen