+++ Blockupy: Was wollen die EZB-Gegner? +++ Charlie Hebdo: Der Komiker Dieudonné steht vor Gericht +++ Kokain: Die Handelsrouten der Droge +++ Israel: Warum Netanjahu die Wahl gewonnen hat +++ Alles, was heute wichtig ist! +++

Daniel Stender ·

Guten Morgen! Während wir hier im Studio noch die Sendung vorbereiten, sind in Frankfurt schon Demonstranten unterwegs, die gegen den EZB-Neubau protestieren. Die Polizei ist natürlich auch dabei, sie twittert sogar...

Daniel Stender ·

Netanjahu mal wieder. Der amtierende Ministerpräsident Israels und seine konservative Likud-Partei konnten sich offenbar gegen seinen Herausforderer Herzog durchsetzen. Herzog und das Mitte-Links-Bündnis "Zionistische Union" galten vor der Wahl als Favoriten.

Es wird also keinen Politik-Wechsel in Israel geben: Zurzeit sieht es so aus, als bekäme der Likud 30 von 120 Sitzen in der Knesset. "Netanjahu ist auf Koalitionspartner angewiesen", erklärt Korrespondent Torsten Teichmann. Und die kommen vor allem aus dem religiösen und rechten Lager. Allerdings auch mit diesen Parteien würde Netanjahu nicht auf die nötige Mehrheit kommen. Es könnte also auch eine große Koalition geben.

Unterstützer der Opposition in Israel nach der Wahl.
© dpa
Torsten Teichmann, Korrespondent
"Netanjahu hat ganz klar gesagt, dass es mit ihm keinen Palästinenserstaat geben wird."
Daniel Stender ·

Ein Drittel der Niederlande liegt unter der Meeresoberfläche. Trocken ist es da nur, weil die Deiche gut halten. Und damit das so bleibt, müssen die Deiche gepflegt werden. "Heute wählen die Holländer ihre Wasserschaften. Diese Verbände kümmern sich um den Deichschutz", erklärt DRadio-Wissen-Reporter Martin Schütz. Marlis wäre ja gern Deichgräfin. Aber, sie hat keine Chance. Denn der niederländische König entscheidet das. Jung, gut aussehend, schnell im Kopf. Vielleicht passt Marlis auch nicht so ganz für den Job. "Der König sucht meistens ältere Politiker aus, die sich verdient gemacht haben", erklärt der Niederlandist Hans Beelen von der Uni Osnabrück.

Daniel Stender ·

"Je suis Charlie", kurz nach den Anschlägen auf "Charlie Hebdo" haben unzählige Menschen diesen Satz gepostet, gesagt und geschrieben. Der französische Komiker Dieudonné hingegen schrieb auf Facebook: "Ich fühle mich wie Charlie Coulibaly“. Coulibaly ist der Name des Attentäters, der nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo in einem jüdischen Supermarkt weitere Menschen ermordet hat. Dieudonné wurde für diesen Satz vor Gericht gestellt, heute soll das Urteil fallen. Der Vorwurf: Verherrlichung des Terrors. "Vermutlich wird er eine Geldstrafe von 30.000 Euro bekommen", erklärt Netzjournalist Andreas Noll. Dieudonné stand schon öfter wegen antisemitischer und rassistischer Aussagen vor Gericht. Seine Fans dürfte das nicht kümmern: Mehr als 900.000 Leuten gefällt seine Seite.

Andreas Noll, Netzjournalist
"Dieudonné selbst sagt, sein Ausspruch sei eine "Botschaft des Friedens" gewesen."
Daniel Stender ·

Wenn Ihr schon immer ein Poster vom Papst haben wolltet, dann könnte Ihr ab heute zum Kiosk gehen und für 1,80 Euro das neue Magazin "Mein Papst" kaufen. Ein Boulevard-Magazin, in dem es nur um Papst Franziskus gehen soll. So ganz intim oder auch investigativ ist "Mein Papst" nicht. "Das Intimste was ich entdeckt habe, ist der Grundriss der Papst-Wohnung", sagt Korrespondent Tilmann Kleinjung. Gossip geht anders. Immerhin: 250.000 Exemplare von "Mein Papst" werden gedruckt.

Tilmann Kleinjung, Korrespondent
"So exklusiv sind die Bilder von "Mein Papst" nicht. Das sind die Bilder, die auch der Vatikan veröffentlicht."
Daniel Stender ·

Im Hintergrund sind Hubschrauber zu hören, und auch sonst hat unser Kollege Frank Angermund heute Morgen in Frankfurt schon viel erlebt. "Ein Polizeirevier, eine Straßenbahn und ein Feuerwehrwagen wurden angegriffen. Der Verkehr in Frankfurt ist lahmgelegt", sagt Frank. Auch für den Rest des Tages sind Proteste angekündigt. Das Blockupy-Bündnis aus verschiedenen Gruppen macht die Zentralbank für Sparpolitik und Verarmung in Teilen Europas verantwortlich. Zur EZB werden die Demonstranten nicht durchdringen. "Das Gebäude ist gesichert. So etwas habe ich nicht gesehen. Da kommt nur die Polizei rein." Und die EZB-Mitarbeiter - um 11 Uhr wird das Gebäude eingeweiht.

Übrigens: Im Grünstreifen gibt es heute Nachmittag einen Hintergrundbericht zu den Blockupy-Protesten.

Brennendes Auto bei den Protesten.
© dpa
Frank Angermund, Journalist
"In der gesamten Frankfurter Innenstadt ist richtig was los. In der Nacht wurden Scheiben eingeworfen, Autos angezündet. Heute Morgen sind Steine geflogen. Ein Polizist wurde verletzt."
Daniel Stender ·

Jetzt mal zu den wirklich wichtigen Nachrichten: 9,16 Zentimeter. So lang ist der durchschnittliche Penis. In London gab es gestern Abend die erste "Small Penis Party". Zugelassen waren nur Männer, die einen Penis haben, der kleiner ist als der Durchschnitt. Im schlaffen Zustand, wohlgemerkt!

Martin Schütz, DRadio-Wissen-Reporter
"Aus medizinischer Sicht gilt ein Penis als zu klein, der im eregierten Zustand weniger als sieben Zentimeter lang ist."
Daniel Stender ·

300 Kilogramm Kokain, versteckt in Bananenkisten. Das haben die Mitarbeiter eines Früchtegroßhandels in Völklingen im Saarland entdeckt. Rund 20 Millionen Euro soll das Rauschgift wert sein. "Es wurden auch schon mal 1,3 Tonnen Kokain im Hamburger Hafen entdeckt", sagt der Publizist Jürgen Roth. Meistens gelange das Kokain über zwei Routen nach Deutschland: Von Kolumbien und Mexiko über Rotterdam. Oder über Westafrika und Spanien. Gut versteckt ist es meistens schon, so Roth: "Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Bananenkisten ist eine fast schon traditionelle Methode. Es wird verschweißt in Glas. Es wird in Möbelstücke verbaut. Oder in Schmuckstücken versteckt.

Sicher gestelltes Kokain liegt am 16.03.2015 verpackt auf einer Palette bei der Polizei in Saarbrücken.
© dpa
"Die kalabresische Mafia beherrscht den europäischen Kokainmarkt. Die Italiener schätzen, dass jährlich zwischen 30 und 40 Milliarden Euro Umsatz mit Kokain gemacht werden."
Daniel Stender ·

Übrigens: Der Internet Explorer wird eingestellt. Das hat Microsoft angekündigt. Stattdessen soll ein neuer Browser eingebaut werden. Die erste Version des Internet Explorer erschien 1995. Mehr dazu hier.

DRadio Wissen
​Und hier das Beste aus mehr als drei Stunden Schaum oder Haase in weniger als drei Minuten.
Daniel Stender ·

Das war der Mittwochmorgen. Mit uns: Marlis Schaum war am Mikrofon. Martin Schütz war der Reporter an ihrer Seite. Und Daniel Stender tippte dieses Liveblog.