Resistente Keime in Krankenhäusern sind ein großes Problem. Neuerdings blicken Mediziner auf die Wirkkraft von Manuka-Honig. Der kommt aus Neuseeland und soll schon von Captain Cooks Crew genutzt worden sein.

Promis wie Scarlett Johansson, Gwyneth Paltrow und die Opernsängerin Katherine Jenkins schwören auf Manuka Honig. Gut, Promis preisen gerne mal Superfood an, aber Manuka-Honig enthält tatsächlich einen Stoff, der Bakterien abtötet. Methylglyoxal nennt sich der Wirkstoff, der in hohen Mengen im Manuka-Honig drin ist und nicht nur gegen Bakterien, sondern auch gegen Viren und Pilze hilft. Ein echtes Allheilmittel also.

"Der Wirkstoff Methylglyoxal wirkt an mehreren Stellen gegen Bakterien. Dadurch gibt es anscheinend auch keine Resistenzbildung."
Verena von Keitz, DRadio Wissen

Die Hoffnung der Forscher ist jetzt, dass Manuka zur Bekämpfung von resistenten Krankenhauskeimen wie MRSA angewandt werden könnte. Immerhin gibt es Hinweise darauf, dass durch Manuka-Honig die Zellteilung der Bakterien unterbrochen wird. Interessanterweise konnte aber nicht nachgewiesen werden, dass das Methylglyoxal dafür verantwortlich ist. Möglicherweise gibt es noch eine andere Komponente.

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Breite Verwendung in der Medizin findet Manuka-Honig noch nicht. Die Studienlage, ob Manuka-Honig besser hilft als Standardtherapien, ist nicht eindeutig. An der Kinderkrebsklinik in Bonn werden erfolgreich Wunden, die wegen Infektionen nicht heilen und bei denen Antibiotika nicht geholfen haben, mit Manuka-Honig behandelt.

Die Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung rät hingegen davon ab, chronische Wunden mit dem Honig zu behandeln, weil es bei manchen Patienten Schmerzen verursacht hat.

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Schon die Maori nutzten Manuka-Heilkräfte

Manuka-Honig kommt aus Neuseeland und stammt vom Manuka-Baum, der zur Familie der Myrthen-Gewächse gehört. Schon die Ureinwohner Neuseelands - die Maori - haben Blätter auf Wunden gelegt oder sie zerrieben und den Geruch der ätherischen Öle eingeatmet, um damit Husten zu lindern.

"Es gibt die Legende, dass auch Captain Cook und seine Crew aus den Blättern von Manuka Bier gebraut haben sollen."
Verena von Keitz, DRadio Wissen

Pro Jahr werden 1700 Tonnen Manuka-Honig produziert. Weltweit wird aber die fünffache Menge verkauft - was bedeutet, dass Fakeprodukte im Umlauf sind. Kein Wunder, dass es gefälscht wird - ein Glas kostet zwischen zehn und 50 Euro.