Der durchschnittliche Europäer besitzt rund 10.000 Dinge. Michael besitzt nur noch 6000. Michael hat ausgemistet - nach dem Vorbild der minimalistischen Bewegung. Deren These: Mehr als 100 Dinge braucht man nicht im Leben.

Seitdem kann Michael genau aufzählen, wie viele Hosen, T-Shirts, und Schuhe er besitzt: "Drei Jeans, drei paar Schuhe, vielleicht zehn T-Shirts, vier Polo-Shirts, zwei Anzüge, eine Winterjacke, das war’s." Michael gehört zur Bewegung der Minimalisten.

Mit 100 Dingen leben

Ein ist Vorbild der US-amerikanische Blogger Dave Bruno, der von sich behauptet, nur mit 100 Dingen zu leben. Dave Bruno sagt, das Loslassen der Dinge habe ihm wahnsinnig viel Freiheit und Energie gegeben. Michael Klumb findet die genaue Anzahl der Dinge, die man besitzt, nicht so entscheidend.

"Bei 100 ist die Frage: Zählen alle Socken als eins, alle Bücher als eins? Wie wirklich ist diese 100, wenn ich in meinen Ordner schaue, wo die Kontoauszüge drin sind? Ich finde wichtiger zu wissen, was ich mitnehmen würde, wenn mein Haus brennt."
Michael Klumb, Minimalist

Erst fotografieren, dann wegwerfen

Darum hat Michael alle wichtigen Unterlagen in der Cloud gespeichert. Aus dem brennenden Haus würde er seinen Laptop mitnehmen - nicht viel mehr. Am schwierigsten sei es für ihn gewesen, sich von Dingen zu trennen, die einen emotionalen Wert haben. Darum fotografiert er diese Dinge, bevor er sich davon trennt. Seit er sich von Dingen trennt, hat er eine ganz ähnliche Erfahrung gemacht wie sein Vorbild, der Blogger Dave Bruno: "Mich hat es viel freier gemacht. Wenn ich Dinge loslasse, dann sind die weg. Ich muss mich nicht mehr darum kümmern."

"Es gibt zwar Dinge, die machen einen Teil von mir aus, aber das ist nicht die Essenz."
Michael Klumb, Minimalist