Was macht ein Waffenkonzern, wenn das Geschäft mit den Waffen nicht mehr so geil läuft? Na klar: Er macht Mode.

Das Sturmgewehr AK-47 und das Nachfolgemodell AK-74 sind die bekanntesten Waffen der Welt und sie sind schon lange ikonisch: Die Silhouette der Waffe hat es unter anderem in die Flaggen der Hisbollah und der kolumbianischen Farc geschafft, sogar die Staatsflagge von Mosambik ziert die AK, mit der in fast jedem Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg Menschen getötet worden sind. Anders gesagt: Die Kalaschnikow ist eine fantastische Marke.

"Kalaschnikow ist eine Weltmarke und wir denken mit Recht, dass Kleidung und Werbeartikel mit unserem Markensymbol neben unseren Hauptwaren nachgefragt werden."
Wladimir Dmitrijew, Marketing-Chef Kalaschnikow

Der Waffenkonzern steckt in einer Flaute durch das Embargo. Wie lässt sich also mit dieser Marke anders Geld verdienen? Neben der AK-47 stellt Kalaschnikow auch Jagd- und Sportwaffen her, circa 70 Prozent davon gingen nach Europa und in die USA. "Die haben Russland aber wegen des Ukraine-Konflikts mit Sanktionen belegt, der Verkauf der Waffen ist zurückgegangen", erklärt DRadio-Wissen-Reporter Martin Schütz. Nun sollen es Klamotten mit aufgedrucktem Sturmgewehr richten.

Kalaschnikow will ganz viel Mode verkaufen

Mützen, T-Shirts und Hüte, teure Kugelschreiber, Jagd- und Outdoor-Klamotten, überall prangt die Kalaschnikow oder das große K. In Zukunft will das Unternehmen die Hälfte seines Umsatzes mit Fashion machen, dafür soll es in Russland 60 Shops geben, in denen das Zeug angeboten wird. Einen davon gibt es bereits am größten Flughafen Russlands Scheremetjewo - für 500 Euro bekommt ihr da auch originalgetreue Nachbauten von AK-47 und AK-74.

"Militärkleidung ist halt ziemlich in Mode in Russland. Auch das russische Militär hat ein eigenes Modelabel mit Shops."
Martin Schütz, DRadio Wissen