Ob Fitness-Armbänder oder Leuchtjacken, Disco-Schals oder Cyborg-Implantate - Ideen, Fotos und Baupläne sogenannter Wearables erobern das Netz. Wir treffen Hannah Perner-Wilson, eine der bekanntesten Vordenkerinnen der Szene.

Elektronik und Computer, das waren bisher immer öde Leiterplatten und graue Bauteile in Kisten aus Plastik. Dank neuer Technologien und Materialien gibt es jedoch immer mehr Elektronik zum Anziehen, die sogenannten Wearables. Ob Fitness-Armbänder oder Leuchtjacken, Disco-Schals oder Cyborg-Implantate, Ideen, Fotos und Baupläne verbreiten sich massenhaft durchs Netz. Und sie bringen die Felder Mode und Elektronik ganz neu zusammen – so wie zuletzt beim Berliner Wearit-Festival.

Hannah Perner-Wilson ist eine der bekanntesten Vordenkerinnen und Vor-Bastlerinnen der Wearabeles-Szene. Die Maker-Aktivistin mit den britisch-österreichischen Wurzeln hat am renommierten Massachusetts Institute of Technology Medienkunst studiert und war Teil der Forschungsgruppe "High-Low-Tech". Mit Kollegin Mika Satomi betreibt sie die Bastel-Künstlergruppe Kokabant und dokumentiert dort, genauso wie auf ihrer eigenen Website, Rezepte für vielfältige Bastelprojekte. "Sharing is caring", das gilt auch für Hannahs Bausätze für textile Sensoren und Bastelworkshops, die sie weltweit abhält: je mehr Menschen das DIY-Wissen teilen, desto besser!

Grüße vom Hut

Für "Eine Stunde Netzbasteln" haben wir Hannah Perner-Wilson in ihrem Berliner Atelier besucht und ihr beim Erfinden des Hallo-Huts über die Schulter gekuckt. Wird dieser Hut als Begrüßung nach vorne geneigt, aktiviert ein Perlen-Schalter über Kontakt zu einem leitfähigen Stoff einen verborgenen Audiorecorder-Chip, der dann über einen Lautsprecher einen Gruß abspielt. Dank ein paar E-Textil-Tricks sieht der Hallo-Hut auch noch super aus - das Basteltuturial hat Hannah bereits ins Netz gestellt, samt Materialliste und Beweisvideo.