Die Paprika ist ein Nachtschattengewächs, manchmal ein ziemlich scharfes. Und zwar immer dann, wenn sie als Chili, Peperoni oder Peperoncini bezeichnet wird. Außerdem ist sie ein Paradebeispiel für die Netzbastel-Kultur. Hobbygärtner tauschen Tipps mit Gleichgesinnten, verschicken Saatgut, Kochrezepte, Youtube-Wahnsinnige posten Videos vom Verzehr besonders scharfer Pflanzen.

In Eine Stunde Netz treffen wir den Hobbygärtner Volker Tripp, der seit Jahren Chilipflanzen züchtet und unter dem Namen Scorchbonnet bloggt und bei Youtube darüber berichtet. Diesen Frühling hat er seine Chili-Sammlung aus 70 Sorten und 110 Pflanzen vom Balkon in den Prinzessinengarten umgesiedelt, ein 6000-Quadratmeter großen Urban-Gardening-Gelände am Moritzplatz in Berlin Kreuzberg. Wir lernen, wie man selber Chilis anbaut, wie man Schärfe misst, dass Chilis die Zunge nur träge machen anstatt wirklich zu verbrennen und dass gegen den Schärfebrand am ehesten noch Milch hilft, jedoch niemals Wasser.

Außerdem geht es zum Pflanzentauschbörse von Hot-Pain.de. Diese Forums-Freunde sind natürlich keine Sadomasochisten sondern auch nur Chili-Fans. Gelingt es dem Moderatoren, seine Erkältung loszuwerden, durch den Verzehr mehrerer Lemon-Chilischoten?

Der 12-jährige Youtube-Blogger snacksandsuch verzehrt eine Douglah-Chili:

Paul Tonkin isst eine Trinidad Scorpion Morouga:

Noch mehr Scharfes im Netz: