Seine Mails zu verschlüsseln, das ist nicht nur was für Nerds - sondern einfach, kostenlos und höchst empfehlenswert. Wir probieren es aus.

Noch nicht genügend gute Vorsätze fürs Jahr 2016 gefasst? Wie wäre es mit unüberwachbaren E-Mails? Sie zu verschlüsseln ist nicht nur höchst empfehlenswert - sondern auch ziemlich einfach. Und kostenlos sowieso. Unser Reporter Moritz Metz hat ausprobiert, wie das mit dem Mails-Verschlüsseln funktioniert. Und zwar die "asymmetrische" Mailverschlüsselung mit einem öffentlichem und einem privaten Schlüssel - man muss nur einmal deren Prinzip verstehen.

Und los geht's: Moderator Sebastian Sonntag schreibt Moritz eine geheime E-Mail. Damit nur Moritz diese Mail öffnen kann, besorgt sich Sebastian den öffentlichen Schlüssel von Moritz - den gibt es in einer Art Telefonbuch im Netz. Mit Hilfe dieses öffentlichen und seines eigenen privaten Schlüssels, codiert Sebastian die E-Mail so, dass nur Empfänger Moritz die Mail entschlüsseln kann - mit dessen eigenem privaten Schlüssel.

Die Mailverschlüsselungs-Software, die Moderator Sebastian und Netzbastel-Kollege Moritz hierfür verwenden, heißt "GPG" oder "Gnu Privacy Guard", eine freie Software für den weitverbreiteten Mailverschlüsselungs-Standard "PGP". Um in den Genuss von verschlüsselten Mails und mehr Privatsphäre zu kommen, reicht es, GPG4Win (Windows), die GPGTools (Apple Mail), Enigmail (Thunderbird) oder Mailvelope (Webmail ohne Mailprogramm) auf dem Computer zu installieren, hiermit ein eigenes Schlüsselpaar zu erstellen und den öffentlichen Schlüssel zu publizieren, beispielsweise bei einem Keyserver. Jeder, der diesen öffentlichen Schlüssel kennt, kann desssen Besitzer eine hochsichere Nachricht zukommen lassen.

Und wer Moritz eine verschlüsselte Mail an 'moritz at netzbasteln punkt de' schreibt (öffentlicher Schlüssel), der gewinnt eine verschlüsselte E-Mail-Antwort - mindestens!

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