Shevani ist 17 Jahre alt, schwarz und hat Angst vor rassistisch motivierter Polizeigewalt und Übergriffe auf Schwarze. Beim Occuyp Summer Camp demonstriert sie gemeinsam mit anderen jungen schwarzen Frauen gegen Rassismus.

Die jungen Frauen wollen sich während des dreiwöchigen Protestlagers vernetzen und gemeinsam auf Missstände aufmerksam machen. Begleitet und beraten werden sie dabei von Occupy-Veteranen. Denn ihre Position ist nicht einfach. Die meisten Amerikaner sind nicht offen für ihre Themen und sehen vor allem die Gewalt gegen die Polizisten.

Shevani hat im Summer Camp Flyer entworfen, die über Ungerechtigkeiten aufklären sollen. Die Informationen erarbeiten sich die Frauen gemeinsam mit ihren Beratern. Zum Beispiel dass 70 Prozent der Amerikaner, die Drogen nehmen, weiß sind, aber 90 Prozent der Menschen, die wegen Drogenkonsum im Gefängnis sitzen, schwarz sind. Die Aufklärungsflyer verteilt Shevani an Passanten, die in der Nähe des Camps in einem Park nähe der Brooklyn Bridge vorbeikommen.

Nur friedliche Demos führen ans Ziel

Gerald Adams hat Occupy vor vier Jahren mit aufgebaut. Er weiß, wenn eine Demo kippt und die Demonstranten gewalttätig werden, dann macht sich die Berichterstattung darüber her. Der eigentliche Protestinhalt geht verloren und die Öffentlichkeit wird durch die gewaltdarstellenden Bilder abgeschreckt. Das Ziel des Protests verkehrt sich schlimmstenfalls ins Gegenteil. Deshalb: Protest und Demo müssen immer positiv sein, damit die Menschen offen für die Argumente bleiben.

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