Onlinebanking ist normal. Damit ihr beim Onlinebanking sicher seid, wollen die österreichischen Sparkassen als erste Bank via Ferndiagnose die Software auf eurem Computer checken.

Wer im Netz sicher unterwegs sein will, muss seine Technik im Griff haben. Denn wer einen versuchten Rechner voller Trojaner, Viren und all der fiesen Malware hat, macht es den Kriminellen einfach. Damit ihre Kunden garantiert sicher beim Onlinebanking sind, bieten die österreichischen Sparkassen nun einen Sicherheitscheck an.

Per Fernwartung auf euren Computer

Der funktioniert so: Per Fernwartung greift die Bank auf euren Computer zu. Dort kann sie sehen, ob Virenscanner, Firewall und Betriebssystem auf dem aktuellen Stand sind. Sind sie das nicht, kann er nachhelfen und die Updates anstoßen. Super komfortabel. Das Problem ist: "Ich gebe dadurch natürlich die Hoheit über meinen Rechner ab", sagt DRadio-Wissen-Reporter Andreas Noll.

"Der User muss den Prozess selbst starten, also aktiv anrufen. Es wird also niemals die Bank selbst aktiv und klopft an, ob man sich auf den Rechner aufschalten könne."
Andreas Noll, DRadio Wissen

Mit dem Security-Service reagieren die Sparkassen auf den Hilfeschrei ihrer Kunden: "Immer wieder fragen Kunden unsere Betreuer, ob ihr Computer denn ausreichend geschützt ist und wie man überprüfen kann, ob die Antivirensoftware aktuell ist." Bisher ist der Service kostenlos, ob und wie es nächstes Jahr weitergehen soll, wird erst noch entschieden.

"Weil die Banken die Sicherheitsdiskussion im Online-Banking fürchten, wird eigentlich fast jeder Schaden von der Bank ersetzt."
Andreas Noll, DRadio Wissen

Die Banken haben ein großes Interesse daran, dass die Computer ihrer Kunden sicher sind, denn sie haften dafür, wenn Verbrecher das Konto leerräumen. "Nur wenn grobe Fahrlässigkeit im Spiel ist - also wenn man seine Daten auf offensichtlich gefälschten Websites eingetragen hat - muss der Kunde für den Schaden aufkommen", erklärt Andreas Noll.