Werbeprospekte, Pizzakartons, Telefonbücher - die Einsatzgebiete von Papier und Karton sind meistens öde. Dabei kann Papier viel mehr. Wir netzbasteln einen krabbelnden Roboter aus Pappkarton.

Papier und Pappe können mehr, als nur Verpackung. Zum Beispiel Möbel, 3D-Brillen oder papierne Kraken-Roboter, die selbstständig Wege laufen und Hindernissen ausweichen. In Eine Stunde Netzbasteln #034 besuchen wir den Hamburger Industriedesigner und Papp-Experten Daniel Cocyba, der mit mehreren Freunden den "Zoobotics Zuri 01"-Roboter entwickelt hat - aus stabiler Pappe.

Dank der eingebauten Servomotoren mit Arduino-Steuerung und einem Ultraschall-Entfernungsmesser kann der Papierroboter selbstständig durch die Wohnung laufen - und bleibt dank Open-Source-Plänen komplett erweiterbar. Und reparierbar sowieso - das Material für Ersatzteile gibt es in jedem Schreibwarenladen.

Ohne Geduld geht nichts

Doch die vielen Krankenbeine mit dem Cuttermesser auszuschneiden, das erfordert durchaus Geduld. Noch mehr Geduld hatten Zuris Väter. Über zwei Jahre lang haben sie an dem Designkonzept gearbeitet - und wollen ihn demnächst als crowdfundingbasierten Bausatz anbieten - für junge und alte Roboterfans, für Schulen und zuhause.