Sie ist der Ort, an dem wir eines unserer wichtigsten Bedürfnisse erledigen: die Toilette. Da wir auf öffentlichen Klos selten allein sind, stellt sich schon mal die Frage: Fängt man mit dem Nachbarn, der Nachbarin einen netten Plausch an - oder geht das gar nicht?

Knigge-Trainerin Felicitas Hallinger sagt: Laut Benimmregeln ist das Gespräch - zumindest auf dem Männerklo - ein No-Go.

"Man spricht einfach nicht miteinander, wenn man nebeneinander am Pissoir steht."
Knigge-Trainerin Felicitas Hallinger über Klogspräche

Dran halten tun sich aber längst nicht alle. DRadio-Wissen-Reporterin Julia Möckl hat bei ihrer Straßenumfrage drei Gruppen ausgemacht.

Gruppe 1: Unterhalten? Why not!

"Wenn man sich beim Händewaschen oder beim nebeneinander Pinkeln anguckt: Hey, na wie geht's Dir? Das is doch kein Problem."

"Ich unterhalte mich gern auf Toilette."
Anonyme Pinkler

Das sehen allerdings längst nicht alle so. Lager Nummer zwei hält es da ganz wie die Knigge-Trainerin.

Gruppe 2: Klogespräche? Nein danke!

"Auf dem Klo möchte ich lieber alleine sein."

"Ist was Privates."
Anonyme Pinkler

Für manche ist der Toilettengang auch so privat, dass sie gar keine öffentlichen Toiletten benutzen können. Egal ob geredet wird oder nicht - sobald andere im Raum sind, läuft nichts mehr. "Paruresis" heißt die Phobie - also die Angst davor, in Gesellschaft aufs Klo zu gehen.

Die Freunde-Fraktion

Davon abgesehen, gibt es aber noch eine dritte Gruppe.

Gruppe 3: Mit Freunden ok!

"Durch die Wand unterhalten wir uns - aber nicht mit Fremden."

"Kommt drauf an, ob ich die kenne oder nicht. Wenn ja, dann würd' ich mich auch normal unterhalten."
Anonyme Pinkler

Und dann gibt es da noch eine Fraktion, zu der hin und wieder vielleicht jeder gehört: die "Wenn-ich-Alkohol-getrunken-hab-werf-ich-alle-Regeln-über-Board"-Fraktion. Die pinkelt und redet - egal ob mit Freunden oder Fremden.

"Ab 1,0 Promille schon."
"In 'nem Club ist es anders als mittags auf der Toilette."
Anonyme Pinkler