Klein-große Alltagsdinger, die jede Menge Ärger stiften können. Was tun, wenn's klemmt? Reißverschlüsse retten!

Sie sind so allgegenwärtig, dass wir uns ihrer Genialität gar nicht mehr bewusst sind. Sie sind mechanische Wunderwerke aber auch fiese Vollstrecker der "Geplanten Obsoleszenz". Denn wenn sie mal klemmen, sind die Folgen oft fatal: Hosentüren bleiben offen stehen, Rucksäcke werden unbenutzbar, Geldbeutel verlieren ihren Inhalt, Kleidungstücke wandern in die Tonne. In Episode #024 von Eine Stunde Netzbasteln geht es um klein-große Alltagsdinger, die jede Menge Ärger stiften können. Reißverschlüsse.

Doch oft lassen sie sich die Zipper noch retten, mit Haushaltsgegenständen wie einem Bleistift, einer Büroklammer, einer Zange oder eben mit Nadel und Garn. Anleitungen kursieren zuhauf im Netz und wir wollen sie an verschiedenen Reißverschlusspatienten ausprobieren, von Jacken über Geldbeutel und Lederschuhen. Und eins vorab: Fast jedes Reißverschlussrettungsprojekt wird funktionieren!

Zu Gast bei Moderator Moritz Metz ist Resi Springer, als Gymnasiums-Werklehrerin und ausgebildete Schneiderin - und schon seit der Drachen-Sendung Teil des Netzbastel-Kompetenzteams.

Die sieben Netzbastel-Maßnahmen zur Reißverschlussreparatur

  • Griff am Schieber abgerissen: Büroklammer oder Reparatursatz
  • Reißverschluss stecken geblieben: Verklemmung vorsichtig mit Pinzette lösen und mit Bleistift/Kerze/Olivenöl/Silikonspray: gangbar machen
  • Reißverschluss schließt nicht mehr richtig: Schieber mit Zange leicht zusammendrücken
  • Schieber rausgerutscht: auftrennen und wieder einsetzen oder durch Reparaturschieber ersetzen
  • Spiralreißverschluss liegt frei: mit Faden wieder annähen.
  • Spiralpassage im ersten Drittel defekt: RV fixieren und weiter oben ansetzen
  • Messingkrampen verschoben: Krampen mit Zange fixieren oder Reißverschluss ersetzen