H1N1 ist wieder da. Und dieses Mal trifft die Schweinegrippe besonders die 20- bis 45-Jährigen. Denn "ihr Körper kennt das Virus noch nicht", sagt Dr. Johannes Wimmer.

So eine Grippe ist kein Spaß. Und wer schon mal mit einer echten Grippe flach lag, der weiß, dass sie alles andere als harmlos ist. Hohes Fieber, Gliederschmerzen, manchmal auch Erbrechen oder Durchfall. An Aufstehen oder Rausgehen ist gar nicht zu denken.

"Die Grippe kommt volle Pulle von heute auf morgen. Du hast das Gefühl, dich würde ein Panzer überrollen. Alles tut weh."
Notfallmediziner Dr. Johannes Wimmer

Untypisch an der aktuellen Grippewelle ist, dass sie besonders viele junge, gesunde Leute trifft. Das kommt, weil wir uns nicht impfen lassen, sagt Dr. Johannes Wimmer. Eine Impfung bietet bis zu 60 Prozent Schutz. Ältere Menschen lassen sich häufiger impfen. Und: sie haben womöglich schon früher einmal mit dem Schweinegrippe-Virus Bekanntschaft gemacht.

Das Virus kennenlernen

Der Erreger H1N1 kursiert nämlich seit 2009. Er ist nicht unbedingt aggressiver als andere Grippe-Viren, sagt Dr. Johannes Wimmer. Aber: "Alles was der Körper noch nicht kennt, ist für den Körper erst mal schlimmer".

"Jetzt ist gerade die volle Peitsche mit dem H1N1, weil der so unbekannt für die jungen Leute ist"
Notfallmediziner Dr. Johannes Wimmer

Auch wenn es "Schweinegrippe" heißt - das Virus H1N1 wird von Mensch zu Mensch übertragen - und zwar über Tröpfchen, also etwa beim Sprechen, Niesen oder Husten. Wer sich schützen will, der sollte auf entsprechende Hygiene achten - also immer gründlich die Hände waschen, nachdem man mit vielen Leuten in Kontakt war. Und, ganz wichtig: Eine Grippe muss man immer gut auskurieren.

"Nicht den Helden machen, sondern die Grippe richtig auskurieren. Weil: Es sterben Menschen immer wieder daran, dass die Viren aufs Herz übergehen. Und dann fliegt einem die Pumpe um die Ohren, wenn man meint, man muss schnell wieder den Starken machen."
Notfallmediziner Dr. Johannes Wimmer

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