Es ist Winter und bitter kalt - gerade nachts. Deshalb suchen Spinnen ein warmes Plätzchen, um sich vor dem Frost zu retten.

Meist ist es die Zitterspinne oder die Hauswinkelspinne, die sich in unseren Häusern breit macht. Die Zitterspinne ist ein zartes Wesen und wird oft mit dem Weberknecht verwechselt. Die Hauswinkelspinne dagegen ist robuster und sieht auch fieser aus. Beide sind vom möglichen Ekelfaktor abgesehen aber harmlos.

"Es gibt bei uns in Mitteleuropa keine Spinne, die wirklich giftig ist."

Der Naturschutzbund appelliert an alle, die Spinnen im Winter ins Haus und in Ruhe zu lassen. Wo die Spinnen letztlich in der Wohnung bleiben, entscheiden sie selbst. Wenn es ihnen gut geht und das Nahrungsangebot stimmt, können sie auch bei uns zu Hause Nachwuchs bekommen.

"Die Spinnen haben keine hohen Ansprüche. Wir vom Nabu appellieren daran zu denken, dass das Mitgeschöpfe sind. Nicht jede Spinne muss man gleich einsaugen."
Julian Heiermann, Nabu

Wenn man die Spinne unbedingt raussetzen will, dann in der wärmeren Jahreszeit und nicht jetzt, wenn es kalt ist, sagt Julian Heiermann. Wenn es draußen richtig frostig ist, kann es sein, dass die Spinnen das nicht überleben. Im Frühjahr heißt das aber nicht, dass sie einfach ausziehen. Julian Heiermann schlägt vor, sie ruhig etwas weiter entfernt frei zu lassen, damit sie nicht direkt wieder den Weg in die Wohnung zurückfinden.

Grundsätzlich sind Spinnen absolut nützlich. Sie fressen Mücken und andere Insekten. Rund um die Spinnen gibt es die tollsten Märchen. Zum Beispiel, dass sie ihre Eier nachts in unsere Nase ablegen würden. Julian Heiermann gibt Entwarnung:

"Nein, Spinnen legen keine Eier in unsere Nasen. Das sind andere Sachen, die Sie da finden."
Julian Heiermann, Nabu