In Japan haben Forscher aus Hautzellen von Mäusen erst Eizellen gezüchtet und sie dann künstlich befruchtet. Mit Erfolg. Frauen, die sich ein Kind wünschen, aber keine eigenen Eizellen haben, könnte diese neue Technologie künftig helfen. Und auch schwule Paare könnte die eigenen Hautzellen nutzen, um eine Eizelle mit ihrem Ergbut zu bekommen.

Japanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, Hautzellen von Mäusen in pluripotente Stammzellen rückzuprogrammieren und daraus dann Eizellen zu züchten. Diese haben sie damit komplett außerhalb des Mäusekörpers hergestellt, was bisher noch niemandem gelungen ist.

Die aus Hautzellen gewonnenen Eizellen, haben die japanischen Forscher künstlich befruchtet und von Leihmutter-Mäusen austragen lassen. Das hat zumindest teilweise geklappt: Von 300 eingepflanzten Embryonen haben sich tatsächlich elf zu Mäusebabys entwickelt, die geboren wurden.

Würde es gelingen, diese Technologie auf den Menschen zu übertragen, dann entstünden dadurch viele neue ethische Fragen.

Alternative für ältere Frauen oder schwule Paare

Für Frauen, die selbst keine Eizellen haben, sich aber ein Kind wünschen, gäbe es durch die Technologie eine Alternative. Und auch schwule Paare könnten durch die Rückprogrammierung von eigenen Hautzellen eine Eizelle mit ihrem Erbgut erhalten. Allerdings wäre es verboten, auf diese Weise Embryonen herzustellen, die dann nicht implantiert werden. Und auch die Leihmutterschaft, auf die zumindest schwule Paare zurückgreifen müssten, ist in Deutschland nicht erlaubt.

Aber wollen wir das überhaupt? Eizellen komplett außerhalb des Körpers herstellen und befruchten. Interessanterweise wäre es nach der aktuellen Gesetzgebung in Deutschland nicht verboten, aus menschlichen Körperzellen Eizellen zu machen und die zur künstlichen Befruchtung zu benutzen - so lange die Eizellen nicht genetisch manipuliert werden und derselben Frau eingesetzt werden, von der auch die Körperzellen stammen.