Manche Tiere schlafen bis zu einem Jahr am Stück. Andere dagegen nie. Welche Tiere beim Schlaf welche besonderen Vorlieben und Eigenheiten zeigen.

Faultiere schlafen bis zu 17 Stunden am Tag, Koalabären und Fledermäuse bis zu 20 Stunden. Den Weltrekord halten mit großem Vorsprung die Australischen Schlafbeutler. Sie können bis zu 367 Tage am Stück pennen. Man nimmt an, er will mit diesem Rekordschläfchen ungünstige Witterungsperioden überbrücken.

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This afternoon needs a Cercartetus nanus. Just because.

Für Haie wäre Schlaf tödlich

Einzeller, die primitivste Form der Lebenwesen, kommen ganz ohne Schlaf aus. Aber auch Haie schlafen nie. Sie müssen immer in Bewegung bleiben, weil sonst kein Sauerstoff in ihre Kiemen gelangen würde und sie dann sterben.

Riff-Fische schlafen länger

Abgesehen vom Hai, schlafen die meisten Fische. Rifffische schlafen, im Vergleich mit Artgenossen, relativ lang. Zum Schlafen verstecken sie sich meistens in Riffspalten, wo sie vor Fressfeinden geschützt sind. Allerdings können wir nicht erkennen, dass sie schlafen, weil Fische keine Augenlider haben.

Kein Tiefschlaf für Fische

Während der Nachtruhe fahren Fische ihren Stoffwechsel deutlich nach unten, Atemfrequenz und Herzschlag werden verlangsamt - das spart Energie. Aber Fische treten bei einem Nickerchen nicht völlig weg. Sie reduzieren ihre Aufmerksamkeit, verfallen aber niemals in eine Tiefschlafphase.

Papageienfische im "Schlafanzug"

Es gibt sogar Fische, die beim Schlafen eine Art "Schlafanzug" anziehen: Papageifische umhüllen ihren Körper mit einem Schleimmantel, der alle ihre Geruchsstoffe absorbiert und sie so vor Angreifern schützt - wie zum Beispiel Haie, die sehr gut riechen können.

Die ungewöhnlichste Art zu Schlafen: Im Flug

Mauersegler lassen wahrscheinlich, ähnlich wie Delfine, ihre Hirnhälften abwechselnd schlafen, so dass immer nur eine Hirnhemisphäre aktiv ist, während die andere sich erholen kann. Dabei achtet die aktive Hirnhälfte, die sich wohl in einer Art Dämmerzustand befindet, auf Hindernisse, mögliche Feinde und erhält die Atmung aufrecht und sichert der schlafenden Hirnhälfte so ihre Ruhe und Entspannung.

Nach rund zwei Stunden wechseln sich dann die Hirnhälften ab. Dadurch können sie im Flug schlafen. Sie verbringen die Nacht in Höhen zwischen 400 und 3.600 Metern. Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf Hindernisse stoßen, geringer.