11 Millionen Tiere testen für uns Medikamente, müssen Experimente über sich ergehen lassen oder werden zu Schulungszwecken operiert. Ein Erklärvideo mit den Fakten.

Die meisten Versuche werden mit Mäusen durchgeführt, sie stellen zwei Drittel der Versuchstiere in der EU. Ihre Vorteile: Sie sind klein, leicht zu halten, billig und vermehren sich schnell. Was sie mit dem Menschen gemeinsam haben: Sie sind ein Säugetiere und haben ein ähnliches Immunsystem wie der Mensch. Daher werden Medikamente erst an Mäusen getestet. Aber es gibt auch Unterschiede (offensichtlich): Entzündungsreaktionen verlaufen bei Mäusen anders als bei Menschen.

Menschenähnliche Tiere

Andere Versuchstiere sind beispielsweise Schweine, die wie wir natürlicherweise eine Grippe und ähnliche Symptome wie wir bekommen. Trotzdem bleibt es schwer, auch wenn Tiere uns in machen Eigenschaften ähnlich sind, vorherzusagen, ob wir genauso reagieren würden wie sie im Test. Beispiel Viagra: Mäuse haben davon Verstopfung bekommen, Ratten ist die Leber angeschwollen und Beagles haben davon eine Nackenverspannung bekommen.

Am liebsten komplett ersetzen

Seit den 1950er Jahren gibt es Wissenschaftler, die Tierversuchen reduzieren und irgendwann ganz ersetzen wollen durch andere Methoden. Beispielsweise kann man Tiere genetisch so verändern, dass sie uns ähnlicher und dadurch die Tierversuche repräsentativer werden. Auf lange Sicht braucht die Forschung dann weniger Tiere. Andere Forscher arbeiten daran, die Tiere komplett zu ersetzen durch Computermodelle oder Zellkulturen. Eine Alternative zu ihnen als Operationsmodelle ist bislang noch nicht gefunden.