Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute klagt gegen das Vergleichsportal Check24. Die Firma gebe vor, unabhängig Preise zu vergleichen. Aber das sei kein Vergleichen, sondern Vermitteln. Denn für jeden Vertragsabschluss über das Portal kassiert Check24 eine Provision. Aber die Vergleichsportale sind hilfreich, wenn man alles im Blick hat und ein wenig zum Profiverbraucher wird.

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute wirft den Portalen vor, Verbraucher in die Irre zu führen. "Das ist in der Tat nicht weit weg von der Irreführung", sagt Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW. Hinter den Portalen steckt ein knallhartes Geschäftsmodell, denn diese leben von den Provisionen. "Das gilt insbesondere für die beiden Platzhirsche: Check24 und Verivox", sagt Sieverding.

Jeder Wechsel bringt Provision

Aber das Problem ist ein anderes. Denn die Portale profitieren von unzufriedenen Kunden, die wechseln wollen - ihren Stromanbieter, den Anbieter für die Haftpflichtversicherung, die Kreditkarte und so weiter. Denn bei jedem Wechsel kassieren die Portale. Kunden, die zufrieden sind und nicht wechseln wollen, bringen den Portalen nichts.

"Die Portale befeuern diesen ganzen Wechselmechanismus der Kunden. Und davon leben die Portale und kassieren die Provisionen."

Kunden können über Exklusiv-Tarife oder einen Neu-Kunden-Bonus erst einmal Geld sparen, doch im nächsten Jahr kann der neue Anbieter schon wieder die Preise anziehen. Deshalb ist es wichtig, alles im Blick zu behalten - auch die Kündigungszeiten.

Geldsparen ist möglich

Aber natürlich bringen die Portale auch einen klaren Vorteil, sagt Sieverding. Man kann eben hunderte von Tarifen vergleichen und dann auswählen. Wichtig ist, die Voreinstellungen in den Portalen selbst auszuwählen, dann umgeht man jegliches Risiko, dass einzelne Anbieter besser platziert werden. Ihr könnt mit den Vergleichsportalen viel Geld sparen, sagt Udo Sieverding. Ihr müsst nur ein bisschen zum Profiverbraucher werden und Zeit investieren.