Es muss nicht immer die Pille sein - wenn Frau keine Lust mehr hat, hormonell zu verhüten.

Pillenmüdigkeit nennt Frauenärztin Claudia Zirwes einen Zustand, den viele Frauen zwischen 25 und 35 kennen: Man hat einige Jahre hormonell verhütet, hat gar nicht mehr so richtig ein Gefühl dafür, wie der eigene Körper funktioniert. Und viele Frauen fragen sich, ob es gesund ist, dem Körper ständig Hormone zuzuführen.

Also suchen sie nach einer Alternative. Oft wird dann mit Kalender- oder Temperaturmethode verhütet, was allerdings nicht sehr sicher ist. Verschiedene Studien ordnen die Temperaturmethode auf dem Pearl-Index zwischen 3,8 und 20. Was das heißt? 20 von 100 Frauen, die ein Jahr lang so verhütet haben, werden schwanger. Bei der Temperaturmethode liegt der Pearl-Index nach Angaben von Pro Familia bei neun, bei der Pille zwischen 0,1 und 0,9.

Ähnlich sicher wie die Pille

Allerdings gibt es auch natürliche Verhütungsmethoden, die bei der richtigen Anwendung ähnlich sicher sind, wie die Pille. Eine Möglichkeit ist beispielsweise Sensiplan der Arbeitsgruppe Natürliche Familienplanung.

Ursula Sottong von der Arbeitsgruppe erklärt: "Wir wissen heute, dass sich die hormonellen Veränderungen während des Zyklus auf den gesamten Körper der Frau auswirken. Der Augeninnendruck verändert sich, der Herzschlag ist unterschiedlich und andere Dinge auch. Und es gibt einige Merkmale im Körper, die man so gut erfassen und objektivieren kann, dass man daraus eine Methode machen kann."

Was sind die Vor- und Nachteile dieser nichthormonellen Verhütungsmethoden? Inga Hinnenkamp sucht nach Antworten.