Der neue WhatsApp-Service Videotelefonie ist erst seit ein paar Tagen freigeschaltet und schon haben Betrüger einen Weg gefunden, mit Phishing-Mitteilungen Daten abzugreifen.

  • So funktioniert's:

WhatsApp-Nutzer erhalten eine persönliche Mitteilung, sie müssten auf einen Link klicken, um die Videofunktion zu aktivieren. Diesen Link solle der Nutzer an fünf WhatsApp-Freunde weiterleiten.

  • Was dann passiert:

Nach der "Aktivierung" erhält der Nutzer die Nachricht, dass der Akku von Viren infiziert sei. Deshalb solle der Nutzer eine kostenlose App installieren, um das Problem zu lösen. Tatsächlich lädt die "Anti-Viren-App" dann einen Virus aufs Smartphone.

  • Gegenmaßnahmen:

Klar ist: Auf keinen Fall auf den Link klicken, denn die Videotelefonie muss nicht aktiviert werden, sondern wird automatisch von WhatsApp freigeschaltet. Der Messengerdienst hat das nicht bei allen Nutzern gleichzeitig gemacht, sondern macht das nach und nach.

Wer auf den Link geklickt hat, aber noch nicht die App installiert, kann einfach auf "Speicher löschen" klicken und wird wahrscheinlich keine weiteren Probleme haben. Wer allerdings die App installiert hat, der hat sich den Virus eingefangen. Je nach Art des Virus reicht es aus, das Smartphone auf Werkseinstellungen zurückzustellen.

Schutz vor Viren auf dem Smartphone

Auch für Smartphones gibt es Anti-Viren-Apps. Wer WhatsApp benutzt, sollte sich überlegen, sich damit vor Viren und Trojanern zu schützen. Weil der Messengerdienst inzwischen Marktführer ist, haben es Kriminelle besonders auf ihn abgesehen. Der europäische Security-Software-Hersteller EST verzeichnet einen deutlichen Anstieg von Betrugsnachrichten, die via Whatsapp verschickt werden.

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