Gelangweilte Studenten in den Vorlesungen?

An der Sichuan Universität im Westen von China will ein Informatik-Professor das verhindern - mit digitaler Gesichtserkennung. Sie soll testen, wie seine Lehrmethoden ankommen und was verbessert werden kann.

Dabei werden die Gesichter der Studenten gefilmt. Ein Programm analysiert dann, ob sie eher fröhlich-aktiv, neutral oder gelangweilt sind. Nach der Auswertung weiß der Professor, an welchem Punkt im Seminar die Studenten am aktivsten sind und wann sie zum Beispiel mehr Interaktion brauchen. Die Methode basiert nach Angaben des Professors auf der Erkenntnis, dass Erfolg im Studium davon abhängt, ob Studenten im Unterricht mitmachen und aufmerksam sind.

Die Methode könnte auch in anderen Bereichen eingesetzt werden, zum Beispiel um zu untersuchen, wie Werbung ankommt. In China wird Gesichtserkennung immer häufiger genutzt, vor allem um Identitäten zu prüfen. Datenschutz-Bedenken werden eher nicht geäußert.