In Deutschland hat es letztes Jahr laut Statistik mehr Armut gegeben - allerdings nur für Menschen mit Migrationshintergrund.

Laut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung blieb die Armutsquote für Menschen ohne Migrationshintergrund konstant. Die Stiftung beruft sich auf noch unveröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamtes. Der Rechnung nach stieg die Quote für die Gesamtbevölkerung damit um 0,3 Punkte - auf 15,7 Prozent zwischen 2014 und 2015.

Als arm gelten Menschen in Haushalten, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland beträgt. Das betreffe in sehr hohem Maße Flüchtlinge, die neu in die Bundesrepublik gekommen sind. Konkret leben zwei von fünf Einwanderern der letzten fünf Jahre unter der Armutsgrenze.