Wie viel ein Profi-Fußballer auf dem Transfer-Markt wert ist, das liegt vor allem an seinem sportlichen Können - und an seinem Geburtsdatum.

Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Sporthochschule Köln. Sie haben die Geburtsdaten der 100 wertvollsten Spieler verglichen. Heraus kam, dass Spieler, die in der ersten Jahreshälfte geboren wurden, also zwischen Januar und Juni, im Schnitt acht Millionen Euro teurer waren als Spieler, die in den Monaten danach zur Welt kamen.

Der Grund für diese Entwicklung ist der sogenannte "Dezemberkindeffekt". Er entsteht in den Jugendmannschaften, die nach Alter gestaffelt werden. Nach den Regeln des DFB werden dabei immer alle Spieler eines Jahrgangs zusammengefasst. Das heißt, wer dieses Jahr 18 wird, spielt seit dem 1. Januar in der U19 - auch wenn sein Geburtstag erst am 31. Dezember ist. Innerhalb der Mannschaft sind die ältesten Spieler also die, die Anfang des Jahres Geburtstag haben. Und weil ältere Spieler in der Regel auch körperlich weiter sind, gelten sie dann als die besseren Spieler und werden mehr gefördert.