Bestechlichkeit, Vorteilsannahme, Betrug, Untreue - diese Straftaten kommen auch in deutschen Behörden vor.

Strafverfolger haben deswegen letztes Jahr allein auf Bundesebene 28 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Im Visier waren dabei Beamte, Angestellte und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Das geht aus einem Bericht der Bundesregierung hervor, aus dem die Welt am Sonntag zitiert. Demnach ist die Zahl von Verfahren gegen Korruption in Bundesbehörden gestiegen. In den letzten beiden Jahren wurde jeweils nur 19 Mal ermittelt. 2012 gab es sogar nur 12 Verfahren.

Nach den Recherchen der Welt am Sonntag betreffen die meisten Korruptionsvorwürfe das Auswärtige Amt. Dabei gehe es meist um unsaubere Visa-Vergaben. Den höchsten Schaden durch Korruption gibt es dem Bericht zufolge im Bundesbauministerium.