Erst hatte es bei der europäischen Weltraumagentur ESA Jubel gegeben, jetzt stehen die Zeichen aber schlechter. Es ist unklar, was mit der Lande-Sonde Schiaparelli auf dem Weg auf die Mars-Oberfläche passiert ist.

Die ersten Signale sahen gut aus, jetzt sagt die ESA aber, dass das Signal kurz vor der Landung abgebrochen ist - das sei "kein gutes Zeichen".

Geplant war die Landung um kurz vor fünf. Richtig spannend wurde es in den letzten sechs Minuten vor der Landung, denn da trat die Sonde in die Mars-Atmosphäre ein und hätte kaputtgehen können. Die verantwortlichen Forscher hatten nämlich keinen Einfluss darauf und mussten sich auf die automatische Steuerung der Sonde verlassen.

Sophie Stigler, Nachrichtenredakteurin
Die Sonde muss dabei genau im richtigen Winkel eintreten. Ist er zu steil, verglüht sie, ist er zu flach, könnte Schiaparelli abprallen wie ein Ball.

Die Mission ist die erste des ExoMars-Programms, einer Zusammenarbeit der europäischen Raumfahrtorganisation Esa und der russischen Roskosmos. Mitgebracht hat Schiaparelli eine Muttersonde, die chemische Messdaten aus der Marsatmosphäre zur Erde schicken soll. Die Batterie des Landers selbst wird nur ein paar Tage halten. Die Landung soll erst mal zeigen, ob die Technologie funktioniert und die Grundlage für künftige Missionen bilden.

Der zweite Teil von ExoMars ist für 2020 geplant. Dann soll ein Mars-Rover auf dem Planeten abgesetzt werden und unter anderem nach Spuren von Leben suchen.