In Gambia in Westafrika wird heute ein neuer Präsident gewählt - und zwar mit Murmeln.

Die Wähler werfen Murmeln in verschiedenfarbige Urnen, je nachdem, wem sie ihre Stimme geben wollen. Im Moment ist Yahya Jammeh Präsident in Gambia, und das auch schon seit 22 Jahren. Er will noch eine Amtszeit dranhängen. Es gibt zwei Gegenkandidaten, aber Menschenrechtler sagen, dass die Wahl nicht frei und fair sei. Human Rights Watch hat berichtet, dass Oppositionsparteien und Journalisten eingeschüchtert würden. Kurz bevor die Wahllokale heute geöffnet haben, wurden Telefon- und Internetverbindungen gekappt. Die Opposition hatte sich im Netz zu Protesten verabredet.

Gambia gehört laut der Uno zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Jedes Jahr fliehen tausende Einwohner ins Ausland. Geld bekommt Gambia vor allem durch Landwirtschaft, den Export von Erdnüssen und vom Tourismus.