Lange Beine, langer Hals, gemustertes Fell. Giraffe ist gleich Giraffe. Zumindest von außen betrachtet.

Jetzt sagen Naturforscher: Es gibt nicht nur eine Giraffenart. Sondern gleich vier, genetisch gesehen. Die Forscher, unter anderem aus Deutschland, hatten Gewebeproben analysiert. Und zwar von knapp 200 Giraffen aus ganz Afrika.

Giraffen haben unterschiedliches Erbgut

Für die Forscher war das Ergebnis überraschend: Giraffen sind von ihrem Erbgut so unterschiedlich wie Braunbären und Eisbären. Dieser Fund ist wichtig, besonders für Naturschützer. Damit ist nämlich klar, dass man Giraffen nicht einfach von einer Ecke Afrikas in eine andere umsiedeln kann, zum Beispiel vom südlichen Afrika, wo es immer mehr Giraffen gibt, nach Ost- und Zentralafrika. Die Tiere würden dann dort möglicherweise keine geeigneten Paarungspartner finden.

Giraffen werden unter anderem von Wilderern gejagt. Ihr Fleisch hilft nach einem Aberglauben gegen HIV und AIDS. Noch schlimmer ist für sie aber der Verlust von Lebensraum.